Schluchtensteig: Fernwanderweg durch den Naturpark Südschwarzwald

6 Tage Schluchtenwandern im Südschwarzwald: Auf dem Schluchtensteig mit Alpenpanorama von Stühlingen nach Wehr!

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Der Schluchtensteig: Er gilt als einer der bekanntesten und beliebtesten Mehrtageswanderwege im Schwarzwald und in ganz Deutschland. Auf dem ca. 119 km langen Fernwanderweg geht es nicht nur durch zahlreiche Schluchten. Von zahlreichen, toll gelegenen Aussichtspunkten gibt es herrliche Panoramablicke auf die Schweizer Alpen. Mit dem Schluchsee liegt der größte See des ganzen Schwarzwalds auf der Route und auch der Dom von St. Blasien gehört zu den schönsten Sehenswürdigkeiten des abwechslungsreichen Mehrtageswanderwegs.

Auf dem Schluchtensteig wandern: Windbergwasserfall in der Windbergschlucht in St. Blasien.

Der Schluchtensteig verläuft häufig über schmale Pfade, felsengesäumte und verwurzelte Hangwege. In einem stetigen Auf und Ab wird er seinem Namen „Steig“ voll und ganz gerecht. Schroffe Felsen, Gipfelkreuze, kleine Wasserfälle: Typisch für den Schluchtensteig. In Stühlingen beginnt der Mehrtageswanderweg und endet nach 6 Tagen und ca. 3.200 Höhenmetern Aufstieg in der Stadt Wehr an der Schweizer Grenze. Wir stellen euch nun einige der schönsten Streckenabschnitte des Schluchtensteigs mit seinen Sehenswürdigkeiten ein wenig detaillierter vor.

Auf dem Schluchtensteig wandern: 6 Tage Fernwandern im Südschwarzwald

1. Schluchtensteig: Allgemeine Informationen
2. Alle 6 Etappen vom Schluchtensteig

2.1 Etappe 1: Stühlingen – Blumberg
2.2 Etappe 2: Blumenberg – Schattenmühle
2.3  Etappe 3: Schattenmühle – Schluchsee (Fischbach)

2.3.1 Start: Schattenmühle 
2.3.2 Rötenbachmündung
2.3.3 Haslachmündung
2.3.4 Rechen- und Höllochfelsen
2.3.5 Lenzkirch

2.4 Etappe 4: Schluchsee (Fischbach) – St. Blasien

2.4.1 Start: Fischbach (Schluchsee) – Bildsteinfelsen
2.4.2 Schluchsee
2.4.3 Unterkrummenhof
2.4.4 Blasiwald – Muchenland – Althütte
2.4.5 Windbergschlucht
2.4.6 St. Blasien

2.5 Etappe 5: St. Blasien – Todtmoos

2.5.1 Start: St. Blasien – Lehenkopf(turm)
2.5.2 Klosterweiher
2.5.3 Alpenpanorama und Bergkreuze
2.5.4 Hohwehraschlucht
2.5.5 Todtmoos

2.6 Etappe 6: Todtmoos – Wehr

3. GPS-Tracks
4. Albsteig Schwarzwald: Fernwanderweg in der Nähe


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1. Auf dem Schluchtensteig wandern: Was ist die Faszination vom Fernwanderweg im Naturpark Südschwarzwald?

Seit gut 20 Jahren begeistert der Schluchtensteig über die Grenzen des Schwarzwaldes hinaus die Wanderer. Die abwechslungs- und aussichtsreiche Strecke kann in 5-6 Tagesetappen erwandert werden. Sie wird als „schwer“ eingestuft und ein gewisses Fitnesslevel sollte vorhanden sein, um sie zu erwandern. Gut 3.200 Höhenmeter gilt es auf dem Gesamtweg zu ersteigen.

Fantastische Aussichten: Blick auf den Schluchsee vom Bildsteinfelsen auf der Etappe 4 vom Schluchtensteig im Südschwarzwald.
Der Schluchtensteig ist ein abwechslungs- und aussichtsreicher Fernwanderweg durch den Naturpark Südschwarzwald.

Das Abtauchen in die zahlreichen Schluchten, die spektakulären Aussichten auf die Alpenkette, typische Schwarzwälder Küche, die sich stets abwechselnde Landschaft von Schluchten, Feldern, Wiesen: Es gibt zahlreiche Gründe, warum dieser Fernwanderweg im Naturpark Südschwarzwald so beliebt ist. Wir durften drei Tage am Stück die Etappen 3-5 ausgiebig erwandern und stellen sie in diesem Blogbeitrag ausführlich vor.

2. Die 6 Etappen vom Schluchtensteig

Der gesamte Schluchtensteig erstreckt sich über 6 Etappen, von welchen wir euch vor allem die Etappen 3-5 ausführlich vorstellen dürfen.

2.1 Schluchtensteig Etappe 1: Von Stühlingen nach Blumberg

In Stühlingen nahe der Schweizer Grenze startet der Schluchtensteig. Auf einer Länge von ca. 18,6 km führt er in 5,5 Stunden Gehzeit u.a. vorbei am Bahnhof der „Sauschwänzlebahn“ in Weizen. Der Museumdampfzug ist bereits aus der Ferne erkennbar und begleitet euch auf der Etappe. Weiter geht’s durch das das Naturschutzgebiet Wutachflühen. Markant sind hier die steil aufragenden Felsen entlang des Weges.. Mit dem Gipfel des Buchbergs wird die höchstgelegene Stelle der ersten Etappe mit schönen Aussichten erreicht. Und nach fast 600 Höhenmeter Aufstieg führt die Route von Etappe 1 wieder leicht bergab nach Blumberg, wo sie dann auch endet.

2.2 Etappe 2 vom Schluchtensteig: Von Blumberg zur Schattenmühle

Die zweite Etappe des Schluchtensteigs ist die vielleicht bekannteste, beliebteste und meistbegangene. Start und Ziel dieser Etappe sind während der Saison des Wanderbusses am Wochenende sehr gut mit dem ÖPNV erreichbar und daher ist sie auch bei Tagestouristen, die lediglich eine Tagestour wandern möchten, sehr beliebt.  Charakteristisch für diese Etappe sind die Wege direkt entlang der Wutach und hoher, steil aufragender Felswände.

Riesige Farne sorgen für ein wenig Urwaldatmosphäre. Es wird über Brücken gewandert und auf den häufig schmalen Pfaden schon einmal für den Gegenverkehr Platz gemacht: Der Weg zur Schattenmühle ist häufig gut frequentiert. Die Schattenmühle ist die einzige, direkt auf dem Weg liegende Einkehrmöglichkeit, in welcher ihr auch übernachten könnt. Wer hier einkehren oder nächtigen möchte, hat in gut 6 Stunden Gehzeit etwas mehr als 20 km Strecke zurückgelegt und etwas mehr als 250 Höhenmeter erstiegen.

2.3 Auf dem Schluchtensteig wandern: Etappe 3 von der Schattenmühle nach Fischbach

Die dritte Etappe vom Schluchtensteig führt auf ca. 18,2 km Wegstrecke in gut 6 Stunden Gehzeit nach Fischbach am Schluchsee. Insgesamt werden etwas mehr als 700 Höhenmeter erstiegen.

2.3.1 Start: Schattenmühle

Die Schattenmühle ist der perfekte Ausgangspunkt für Ein- und Ausstiege in den Schluchtensteig. In der Schattenmühle könnt ihr übernachten und es gibt vor Ort auch eine gute Busanbindung. An Wochenenden geht es hier wuselig zu: Dann strömen zahlreiche Tagestouristen in die Wutachschlucht und reisen zur Schattenmühle an bzw. ab. Zusätzlich einen Abstecher wert ist die Lotenbachklamm, die zum Zeitpunkt unseres Aufenthaltes jedoch wegen Sturmschäden leider nicht zugänglich war.

Wir starten die Wanderung in Richtung Räuberschlössle. Beim Räuberschlössle handelt es sich um die Ruine einer alten Höhenburg, die auf einem Felsvorsprung errichtet wurde. Auf schmalen Pfaden führt die Route weiter zur Stallegger Brücke und wenige Meter später zum Kraftwerk Stallegg, auf welches wir von oben einen Blick werfen können.

Höhenmeter werden auf den ersten Kilometern nicht wirklich viele erwandert. Typisch Wutachschlucht: Der Weg ist häufig verwurzelt und felsenreich. Es gilt stets, mindestens ein Auge auf den Boden zu richten. Festes Schuhwerk sollte beim Wandern auf dem Schluchtensteig Pflicht sein!

2.3.2 Ruheoase: Idyllische Rötenbachmündung

Wir folgen der bestens ausgeschilderten Route und erreichen nach ca. 6 Kilometern die Rötenbachmündung. Was für ein idyllischer Platz inmitten der Wutachschlucht! Einige Bänke sind aufgestellt, um Wanderern eine Ruhepause zu gönnen. Fast schon märchenhaft wirkt die Szenerie an der Stelle, wo der Rötenbach in die Wutach mündet.

Wir legen eine kleine Trinkpause ein und staunen, wieviele weitere Wanderer es uns gleich tun. Es ist perfektes, spätsommerliches Wanderwetter und wir sind offenbar nicht alleine unterwegs. Entlang einer mal leiser, mal lauter rauschenden Wutach wandern wir parallel des Flusses zur nächsten Mündung, der Haslachmündung.

2.3.3 Haslachmündung: Wo die Wutach „entspringt“

Die Wutach mündet nach gut 91 km in Waldshut-Tiegen in den Rhein. Sie hat keine eigentliche Quelle, sondern „entspringt“ durch die Mündung der Haslach in die Gutach. Und daraus entsteht dann die Wutach. An genau dieser Stelle befinden wir uns nun. Zwei Holzbrücken führen jeweils über Haslach und Gutach.

Eine mittelgroße Schlange erstarrt vor uns an Ort und Stelle und scheint uns zu beobachten. Weiter wandern wir entlang der ruhigen Haslach zu Rechen- und Höllochfelsen.

2.3.5 Rechen- und Höllochfelsen

Mit dem Rechenfelsen wird nun eine Art „Willkommensportal“ in die Wutachschlucht erreicht. Oben stehend sind die Felsen noch gar nicht so markant. Einige Meter bergab gewandert stellen wir fest: Das sieht so aus, als begrüßt der Rechenfelsen uns durch sein Eingangsportal.

Der Höllochfelsen ist ebenfalls ein markanter Felsen, von welchem wir in die Schlucht hinab schauen können. Ein vorerst letztes Mal führt die Route des Schluchtensteigs durch die fast schon ein wenig dschungelartig wirkende Kulisse der Schlucht, die wir nun so langsam in Richtung Lenzkirch verlassen.

Zeugen werden wir noch von Hinterlassenschaften des Bibers. Einige Fraßspuren des sich zunehmend auch in der Wutach- und Haslachschlucht einheimisch fühlenden Nagetiers sind unübersehbar.

2.3.5 Lenzkirch

Nach ca. 13 km zurückgelegter Strecke erreichen wir den heilklimatischen Kurort Lenzkirch. „Zurück in der Zivilisation“: In Lenzkirch findet ihr diverse Einkaufs-, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit. Schön anzuschauen ist das Rathaus von Lenzkirch.

Mit frisch eingekauftem Proviant suchen wir uns einen ruhigen Platz im Kurpark, der sich unweit der Tourist-Info befindet. Wer noch Informationen zum Weg oder Übernachtungsmöglichkeiten sucht, der kann sich hier natürlich erkundigen. Uns zieht es noch einer kurzen Pause weiter durch das Schwendetal zum Tagesziel, Oberfischbach. Hier nächtigen wir und starten am Tag drauf die Wanderung der Etappe 4 vom Schluchtensteig.

2.4 Auf dem Schluchtensteig wandern: Etappe 4 nach St. Blasien

Auf der vierten Etappe des Schluchtensteigs geht es vergleichsweise gemütlich zu. Es werden etwas weniger als 400 Höhenmeter erstiegen, dafür geht es knapp 700 Höhenmeter bergab. In ca. 6,5 Stunden Gehzeit legt ihr gute 20 km Wegstrecke zurück. Ging es zuvor noch durch tiefe Schluchten, so folgen auf den nächsten Etappen zunehmend traumhafte Ausblicke über den Schwarzwald und die Alpen.

2.4.1 Start: Von Fischbach zum Bildsteinfelsen

Im Bergdorf Oberfischbach geht es am frühen Morgen los. Es soll fantastisches Wetter geben: Das klingt schon mal hervorragend. Gleich nach dem Start führt uns die Route bergauf zum Bildsteinfelsen. Am Fuße des Felsens angekommen blicken wir nach oben und sehen nur: Felsen. Einige Treppenstufen wurden hier einst angebracht und über diese erreichen wir den Gipfel des Felsens.

Was für eine grandiose Aussicht auf 1.138 Metern Höhe am frühen Morgen! Den Gipfel haben wir noch ganz für uns allein. Mehrere Sitzbänke stehen bereit, wobei es auch gar kein Problem ist, sich auf den flachen Felsboden zu setzen. Der Blick fällt auf der einen Seite auf den größten See des Schwarzwaldes, den Schluchsee. Diesen werden gleich noch erwandern. Auf einer anderen Seite können wir den Feldberg erspähen, Deutschlands höchsten Berg außerhalb der Alpenregion. Ausblicke wie diese werden wir auf der heutigen und auf der morgigen, fünften Etappe noch zu Genüge erhalten.

2.4.3 Zum Schluchsee bergab wandern

Die Route des Schluchtensteigs führt uns nun steil bergab zum Schluchsee. Direkt am Ufer wandern wir über die Ortschaft Aha in Richtung Unterkrummenhof. Auf dem Schluchsee geht es heute eher ruhig zu, lediglich ein einziges Boot schippert bereits am Morgen auf dem größten See des Schwarzwaldes. Auch am Bootssteg herrscht Ruhe.

Entlang der Ortschaft Schluchsee-Aha wandern wir ein Teilstück entlang des Schluchsees und genießen die Aussichten und die Ruhe des Vormittags. Ein wenig durstig wird es uns: Da kommt die vor uns liegende Schwarzwaldhütte genau richtig.

2.4.3 Einkehr-Tipp: Unterkrummenhof mit Seeblick

Vermehrt werden wir von einigen Radfahrern überholt. Und alle scheinen nur ein Ziel zu kennen: den Unterkrummenhof. Für eine kleine Rast sind wir auch zu haben und bestellen uns bei bestem spätsommerlichen Sonnenschein ein kaltes Getränk.

Bei dieser kleinen Rast können wir beobachten, wie ein Schiff Touristen an der Anlegestelle vor dem Unterkrummenhof aussteigen lässt und sich diese zahlreich auf den Weg in unsere Richtung machen. Schnell trinken wir aus und begeben uns wieder auf den wesentlich ruhigeren Wanderweg, der nun in den Blasiwald führt.

2.4.4 Durch Blasiwald nach Muchenland und althütte

Fast schon entspannt wandern wir nun über Wald- und Feldwege. Die Wegpunkte Unterkrummen, Schluchseeblick, Krummenkreuz mit Schutzhütte, Wittemle-Hütte lassen wir hinter uns und erreichen die früheren Glassiedlungen Muchenland und Althütte. Vor über 400 Jahren wurde hier Glasbläserei betrieben und Höfe errichtet. Bei einer kleinen Trinkpause genießen wir den Blick auf das idyllisch gelegene Muchenland mit seinen vereinzelten Schwarzwaldhöfen.

Aussichtsreich führt der Schluchtensteig vorbei an zahlreichen Wacholdersträuchern. Die Silhouette der Schweizer Alpen ist bestens erkennbar. In Althütte wandern wir an der Pantaleonkapelle vorbei. Die kleine Kapelle war einst ein beliebter Wallfahrtsort und diente den Blasiwäldern Einwohner lange Zeit als Kirche.

An der Wittemle-Hütte legen wir eine letzte Rast ein: Von hier sind es lediglich 4 km bis nach St. Blasien. Und diese führen bergab durch die Windbergschlucht.

2.4.5 Windbergschlucht mit Wasserfall

Bisher fehlten auf dieser Schluchtensteig-Etappe die Schluchten. Doch das ändert sich nun mit dem Abstieg durch die Windbergschlucht. Wir erreichen diese an ihrem obersten Punkt, von welchem auch der gut 6 Meter hohe Wasserfall hinabfällt. Wobei es eigentlich mehrere, kleine Wasserfälle sind, deren Wassermassen sich den Weg in Richtung St. Blasien bahnen.

Entlang des nur wenig Wasser führenden Windbergbächles steigen wir die Schlucht hinunter. Und nach etwas mehr als 6 Stunden Gehzeit erreichen wir mit St. Blasien das heutige Etappenziel des Schluchtensteigs.

2.4.6 St. Blasien: Dom und Kloster

Die Stadt St. Blasien im Landkreis Waldshut ist überregional für ihren Dom bekannt. Sie ist die Abteikirche eines früheren Benediktinerklosters und ein beliebtes touristisches Ausflugsziel.

Der Dom wurde im neoklassizistischen Stil errichtet und ist auch von innen ein echter Hingucker. Durch die Stadt St. Blasien fließt die Alb und parallel zum Flußlauf laden einige Cafès, Eisdielen und Restaurants zum Verweilen ein. Hier endet die Etappe 4 vom Schluchtensteig und am Morgen drauf werfen wir einen tollen Blick von oben auf St. Blasien!

2.5 Schluchtensteig Etappe 5: Von St. Blasien nach Todtmoos

Auf der fünften Etappe vom Schluchtensteig erwarten uns vor allem grandiose Aussichten auf die Bergkette der Alpen. Der Lehenkopfturm, die offene Landschaft vom Hotzenwald mit seinen Bergwiesen, der idyllische Klosterweiher, einige toll gelegene Gipfelkreuze sowie die Hohwehraschlucht sind die Höhepunkte auf der ca. 18,9 km Etappe. In gut 6 Stunden Gehzeit werden in etwa 600 Höhenmeter erstiegen.

2.5.1 Start: Von St. Blasien zum Lehenkopf

Wir folgen der auch heute wieder bestens ausgeschilderten Route des Schluchtensteigs bergauf zum Aussichtspunkt Luisenruhe. Eine Himmelsliege und ein Rastplatz erwarten uns bereits.

Der Blick fällt ein letztes Mal auf den Dom und das ehemalige Benediktinerkloster St. Blasien. Die Aussichten werden im Verlaufe des heutigen Tages noch besser und besser werden. Und den ersten grandiosen Fernblick auf die Alpen können wir nach gut 3 km Wegstrecke, die ausschließlich bergauf führen, vom Aussichtsturm auf dem Lehenkopf genießen.

Der Lehenkopfturm steht auf 1.039 Metern Höhe und ist selbst gut 18 Meter hoch. Es wird laut am Fuße des Aussichtsturms: Eine Schulklasse hat sich eingefunden und möchte auch den Turm besteigen. Wir verlassen den kurzzeitigen Trubel und es geht auf schönen, ruhigen Wegen zur Alpenpanoramatafel in Horbach. Der Schluchtensteig führt nun durch das Naturschutzgebiet Rüttewies-Scheibenrain.

Die Alpenpanoramatafel ist wirklich praktisch: Dank des guten Wetters können wir einen nach den anderen Gipfel bestens erkennen. Jungfrau, Eiger und Mönch können wir identifizieren. Für einen kurzen Moment verlassen wir auf der Route die Panoramaaussichten und erreichen den Klosterweiher.

2.5.2 Klosterweiher

Vor und liegt nun ein idyllisch gelegener See: der Klosterweiher. Das hiesige Restaurant ist für manch einen die perfekte Einkehr-Option. Wir sind jedoch mit einem großen Lunch-Paket unterwegs und legen zwischendurch die ein oder andere Pause ein.

Wir befinden uns mittlerweile auf dem Gebiet der Gemeinde Dachsberg und im Hotzenwald. Die offene Landschaft des Hotzenwaldes wird auch gerne mal als „Sonnenterrasse des Südschwarzwaldes“ bezeichnet. Und warum das so ist, das werden wir nun ausgiebig erfahren

2.5.3 Alpenpanorama und Bergkreuze

Einen fantastischen Rastplatz erreichen wir am Kreuzfelsen mit Schutzhütte und einer weiteren Alpenpanoramatafel.

Weiter geht es in das Hochtal Ibach. Hier wird gar das „größte Landschafts-Alpenpanorama im Schwarzwald“ angepriesen.

Und eine weitere Alpenpanoramatafel mit Bergkreuz und Sitzmöglichkeit erwartet uns nur wenige Minuten später an einem Aussichtspunkt mit originellem Namen: Aussichtspunkt „Lampenschweine“.

Vor dem Wegpunkt Ibacher Kreuz verläuft die Route dann eigentlich bis zur Wehraquelle. Aber wie es manchmal so ist: Aufgrund von Waldarbeiten ist dieser kurze Abschnitt leider für einen kurzen Zeitraum gesperrt. Daher geht es über eine ausgeschilderte Umleitung direkt zum Wegpunkt Ibacher Kreuz.

2.5.5 Kurz vor Todtmoos: die Hohwehraschlucht

Wie bereits auf der Etappe zuvor, so erwartet uns auch auf der fünften Etappe vom Schluchtensteig die einzige Schlucht zum Etappenende. Ab dem Ibacher Kreuz führt der Schluchtensteig nach Todtmoos bergab und nach wenigen Metern erreichen wir dann auch die Hohwehraschlucht. Der Sommer war es heiß und trocken, daher führt die Wehra nur sehr wenig Wasser.

Gut 27 km fließt die Wehra von der Quelle bis in die Stadt Wehr, wo sie in den Rhein mündet. Die Kühle der Schlucht kommt wie gerufen. Zuvor ging es in der prallen Sonne doch eher schweißtreibend zu. Schritt für Schritt nähern wir uns dem Tagesziel Todtmoos.

2.5.6 Schluchtensteig Etappe 5: Etappenziel Todtmoos

Nach etwas mehr als 6 Stunden Gehzeit erreichen wir mit Todtmoos das heutige Tagesziel. Todtmoos ist als heilklimatischer Kurort und Wallfahrtsort bekannt. Eine jahrhundertealte Tradition ist die Lebkuchenbäckerei.  Im 18. Jahrhundert galt das Gebäck als praktische Pilgermahlzeit. Im Kurpark treffen wir, wie bereits in einigen Ortschaften zuvor, wieder auf eine große Informationstafel zum Schluchtensteig.

Beim Schlendern durch den kleinen Ortskern finden wir einen freien Platz im Außenbereich eines Cafés und haben Glück. Wir ergattern das letzte Stück Schwarzwälder Kirschtorte! Das haben wir uns wohl nach drei Tagen auf dem Schluchtensteig verdient.

In Todtmoos endet für uns das Wandern auf dem Schluchtensteig. Leider hatten wir nur drei Tage Zeit. Von Todtmoos aus führt dann die letzte Etappe bis nach Wehr an der Schweizer Grenze.

Tagestipp für Todtmoos: Wir einiger Zeit durften wir den Premiumwanderweg Lebküchlerweg erwandern und haben ihn auch ausführlich im Erfahrungsbericht vorgestellt.

2.6 Schluchtensteig Etappe 6: Von Todtmoos nach Wehr

Komplettiert wird der Schluchtensteig durch die letzte, ca. 23,5 km lange Etappe bis nach Wehr. In 8 Stunden Gehzeit werden knapp 400 Höhenmeter erstiegen und es geht ca. 850 Höhenmeter bergab. Die Etappe führt u.a. weiter durch die Wehraschlucht, es gibt abermals tolle Ausblicke auf die Alpen, mit ein wenig Glück können Schwarzwald-Gämse erspäht werden. Von der Staumauer des Wehra-Stausees geht es dann entspannt bis nach Wehr.

3. Schluchtensteig: GPS-Track zum Nachwandern

4. Albsteig Schwarzwald: Weiterer Fernwanderweg im Landkreis Waldshut

Wer Lust auf das Wandern in der Region Landkreis Waldshut bekommen hat, dem können wir mit dem ca. 83 km langen Albsteig Schwarzwald einen weiteren Fernwanderweg empfehlen. In 3-5 Etappen könnt ihr diesen erwandern. Er führt von Albbruck über Görwihl, Wittenschwand, St. Blasien und Menzenschwand bis zu den Quellen am Feldberg. Über das Bernauer Hochtal geht es dann zurück nach St. Blasien.

Wir sind den Albsteig Schwarzwald bereits komplett gewandert und stellen ihn euch im ausführlichen Erfahrungsbericht vor.


* Dieser Beitrag wurde im Rahmen einer bezahlten Kooperation mit dem Landratsamt Waldshut erstellt. Unsere geschilderten Erfahrungen entsprechen voll und ganz unserer persönlichen Meinung.


 

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