Geheimtipp Bodenmais wandern: 5 tolle Wanderwege mit Berggipfeln, Gipfelkreuzen, Berghütten, Wasserfällen und Almen!
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In Bodenmais wandern: Das ist für uns ein echter Geheimtipp im Bayerischen Wald. Zahlreiche Berggipfel, Gipfelkreuze, Wasserfälle, Schluchten, Almen, Berggasthöfe sind auf vorwiegend leichten bis mittelschweren Wanderwegen zu erreichen und zu entdecken. Die besten Weitsichten gibt es vom Großen Arber, der höchsten Erhebung im „Bayerwald“. Erreichbar ist er u.a. über die Etappe 13 des Fernwanderwegs Goldsteig, auch gerne als „8-Tausender-Tour“ bezeichnet.
In einen wahren Rausch versetzen lassen könnt ihr euch beim Wandern an den Rißlochwasserfällen und dem Hochfall, den höchsten Wasserfällen im Bayerischen Wald. Malerisch geht es auch vom Gipfel des Bodenmaiser Hausbergs, dem Silberberg, zu. Der kinderfreundliche Wanderweg Ameisenstraße kann mit dem Besteigen vom Riederinfelsen und Harlachberg kombiniert werden. Und wie wäre es danach mit einer Einkehr in der Märchenalm oder GutsAlm?
Im Bodenmais wandern: 5 lohnenswerte Wanderwege im Portrait
1. Bodenmais: Wo genau liegt Bodenmais?
2. Im Bodenmais wandern: Bodenmais zu Fuß entdecken
2.1 8-Tausender-Gipfeltour: Goldsteig „Königsetappe“ 13
2.1.1 Heugstatt
2.1.2 Enzian
2.1.3 Kleiner Arber
2.1.4 Chamer Hütte
2.1.5 Großer Arber
2.1.6 Großer Arbersee
2.1.7 GPS-Track
2.2 „Bo64 Wildes Wasser“: Rißlochwasserfälle und Hochfall
2.2.1 Hochfall
2.2.2 Aussichtspunkt Klause
2.2.3 Rißlochwasserfälle
2.2.4 GPS-Track
2.3 „Bo52 Hausberg-Tour“: Silberberg-Gipfeltour
2.3.1 Gipfel-Aufstieg
2.3.2 Silberberg Gipfel
2.3.3 Erlebnisberg Silberberg: Bergwerk, Action, Einkehr, Seilbahn
2.3.4 Natur-Entdecker-Pfad „Woid Woife“
2.3.5 GPS-Track
2.4 Riederinfelsen/Harlachberg/GutsAlm : Gipfeltour mit Alm-Einkehr
2.4.1 Riederinfelsen
2.4.2 Harlachberg
2.4.3 GutsAlm: Alm-Einkehr
2.4.4 GPS-Track
2.5 Ameisenstraße: Kinderwagentauglicher Kurz-Wanderweg

1. In Bodenmais wandern: Wo genau liegt Bodenmais?
Bodenmais: Der Name wird vielleicht nicht jedem etwas sagen. Denn Bodenmais liegt im äußersten Zipfel des Bayerischen Waldes und grenzt an den deutschen Nachbarstaat Tschechien an. Eine Region, die geprägt ist von sanften Waldzügen, die mit dem Großen Arber mit seinen 1.456 Metern Höhe ihren höchsten Punkt erreicht.
Ruhig und entpannt geht es hier zu. Anfang der 1990er Jahre zählte Bodenmais eine gute Million Übernachtungsgäste. Für einen Ort mit gerade einmal 3.500 Einwohnern ist dies enorm. Im Ortszentrum lädt eine Vielzahl an Restaurants zu einer Einkehr ein. Wobei das vielleicht bei einem Aufenthalt gar nicht nötig ist: Es gibt entlang der in zahlreicher Anzahl vorhandenen Wanderwege diverse Berggasthöfe und Almen, die mit leckeren Speisen zu verwöhnen wissen. Aber wo genau lohnt es sich nun, in Bodenmais wandern zu gehen?
2. Wanderwege in Bodenmais: Wanderparadies im Bayerischen Wald
Bodenmais bietet eine Vielzahl an Wanderwegen: Kurz oder lang, Halbtages-, Tages- oder Mehrtageswanderwege gibt es hier so einige. Da wundert es nicht, dass viele ihren Wanderurlaub im heilklimatischen Kurort im Bayerischen Wald verbringen.
Wir stellen euch nun, von kurz bis lang, verschiedene erlebnisreiche und lohnenswerte Wanderwege ein wenig genauer vor. Wohlwissend, dass es in Bodenmais noch wesentlich mehr zu entdecken gibt.
2.1 8-Tausender-Tour/Goldsteig Etappe 13: Gipfel, Kreuze, Berggasthöfe
Unser erster Wander-Tipp für Bodenmais ist gleich der vielleicht anstrengendste und vielleicht auch der Schönste? Jedenfalls folgt die Route der „8-Tausender-Tour“ jener des Goldsteigs. Einem beliebten, nach Tschechien grenzübergreifenden Fernwanderweg von 660 km Länge. Ein Teilstück dessen wird auch als „Königsetappe“ bezeichnet; die Etappe 13.

Die 8-Tausender-Tour folgt dieser vom Wegpunkt Eck bis zum Großen Arber, wo die Goldsteig-Etappe endet. Wir jedoch werden noch ein gutes Stück weiter in Richtung Großer Arbersee wandern. Für die ca. 18,6 km lange Strecke sollte eine Gehzeit von ca. 7-8 Stunden eingeplant werden. Fast 1.000 Höhenmeter werden erstiegen. Wir starten unsere Berichterstattung ab dem fünften Berg mitsamt Gipfelkreuz, dem Heugstatt auf 1.262 Metern Höhe.
2.1.1 Heugstatt Gipfel mit Gipfelkreuz 1.262 Meter höhe
Wer den fünften Gipfel der 8-Tausender-Tour erreicht, hat bereits einige Höhenmeter hinter sich gebracht. Mit dem Heugstatt besteigen wir einen Berggipfel mit besonders schönem Gipfelkreuz, ist dieses doch aus Holzstämmen errichtet und mit bunten Fahnen versehen worden.
Die Fahnen erinnern ein wenig an die berühmten „Tibet-Fähnchen“. Fast fühlen wir uns auch, als wären wir auf einigen tausend Metern Höhe angekommen. Immerhin auf 1.456 Metern Höhe werden wir es im Laufe dieser Goldsteig-Königsetappe schaffen. Am Heugstatt ist auch in Gipfelbuch vorhanden: Unbedingt eintragen!
2.1.2 Nächster Berggipfel: Enzian auf 1.286 Metern Höhe
Dass der Goldsteig seinen Namen zurecht trägt, erfahren wir nun fortwährend am eigenen Körper. Mal über flache Abschnitte, häufig jedoch über kleinere, verwurzelte Auf- und Abstiege wandern wir von einem Gipfel zum nächsten. Auf dem Weg zum Enzian wird entlang zahlreicher Heidelbeersträucher gewandert. Noch ist es zu früh, hier zu naschen. Doch in wenigen Wochen wird es hier vor reifen Blaubeeren nur so wimmeln.
Ein Gipfelbuch gibt es am Enzian zwar nicht, dafür überzeugt der Enzian mit einer tollen Aussicht über den „Bayerwald“, so die geläufige Abkürzung für den Bayerischen Wald. Auch wenn wir ins im Bayerwald befinden: Wir wandern zumeist über freie Flächen in der prallen Sonne. Glücklich ist, wer hier Sonnencreme in seinen Rucksack gepackt hat. Der Kammweg gibt häufig eine freie Sicht auf die Umgebung preis und bei fast 30 Grad Temperatur sind wir über jede leichte Windböe froh. Die Route führt nun zum Gipfel des Kleinen Arbers.
2.1.3 8-Tausender-Tour Bodenmais wandern: Kleiner Arber 1.383,6 Meter Höhe
Nun kommt etwas Abwechslung in die Wegbeschaffenheit. Es darf über einen Holzweg gewandert werden. Wir befinden uns hier in einem Auerhuhn-Schutzgebiet, denn der selten gewordene Vogel aus der Familie der Fasane fühlt sich hier wohl und seine Population hat sich in den letzten Jahren erholen können.
Entlang des Weges sind Infotafeln aufgestellt, die über die hiesige Flora und Fauna Auskünfte geben. Den Gipfel des Kleinen Arbers erreichen wir über einen kurzen, knackigen Aufstieg und fast schon sind wir verwundert, das Gipfelkreuz schon vor uns zu haben.
Eine Weile genießen wir die Aussicht und machen uns auf den Weg in Richtung Chamer Hütte. Dazu geht es nun gut 100 Höhenmeter bergab.
2.1.4 In Bodenmais wandern: Einkehr in der Chamer Hütte
Was bisher auf dieser Tour gefehlt hat: Eine Hütteneinkehr. Und mit der Chamer Hütte wird nun Abhilfe geleistet. Seit einiger Zeit wird sie wieder bewirtschaftet, was offenbar sehr gut angenommen wird. Denn hier herrscht zu unserer Ankunft reichlich Trubel. Wir lassen uns nicht lumpen und gönnen uns erst einmal, vor dem letzten großen Anstieg zum Großen Arber, einen leckeren Kaiserschmarrn.
Frisch gestärkt werden die letzten 200 Höhenmeter Anstieg in Angriff genommen. Alleine sind wir hier nun nicht mehr unterwegs. Ging es auf den vorherigen Kilometern eher ruhig zu, so ist es schon zu merken, dass der Große Arber ein beliebtes Touristenziel ist. Und auch mit dem Rad oder E-Bike gut erreichbar ist. Über einige steile Stufen einer Treppe legen wir die letzten Meter zurück und erreichen das Gipfelplateau.
2.1.5 Höchster Punkt im Bayerischen Wald: Großer Arber auf 1.456 Metern Höhe
Da ist er nun vor uns, bzw. stehen wir auf ihm. Auf dem höchsten Gipfel des Bayerischen Waldes. Markant durch seine zwei Radartürme, aus denen im Auftrag der NATO die Bundeswehr den Luftraum in einem Umkreis von ca. 450 km überwacht. Bei diesem ungewohnten Anblick gehen die wilden Felsformationen auf dem Großen Arber und das dortige Gipfelkreuz fast ein wenig unter.
Und wo wir schon einmal oben sind, drehen wir hier auch eine kleine Runde. Einige Gipfelstürmer kraxeln eine vorgelagerte Felsformation hinauf. Andere hingegen schauen sich den im Volksmund so genannten „Richard-Wagner-Felsen“ an, da seine Silhouette jener vom weltberühmten Komponisten ähnelt.
Zwar ist hier oben auf dem Gipfelplateau keine Gaststätte vorhanden. Beim Abstieg in Richtung Großer Arbersee jedoch ändert sich dies. Denn nun kommen wir an der Gipfelstation der Arber-Bergbahn vorbei. Und hier versorgt die große Eisensteiner Hütte Hungrige und Durstige mit Speisen und Getränken.
2.1.6 Auf dem Goldsteig wandern: Bergab zum Großen Arbersee
Wer die Etappe 13 vom Goldsteig nun beenden möchte, der kann gemütlich mit der Arber-Bergbahn bergab und z.B. mit dem Ortsbus zurück nach Bodenmais fahren. Wir jedoch wandern jetzt noch eine Weile weiter, bergab zum Großen Arbersee.
Dabei macht es sich abermals bemerkbar, warum der Goldsteig „Steig“ genannt wird: Es geht über unzählige Felsen und verwurzelte Wege bergab. Aber auch der Abstieg ist irgendwann beendet und der Große Arbersee wird erreicht.
Das Arberseehaus lädt mit einer überdachten Aussichtsterrasse zu einer letzten Einkehr am heutigen Tag ein. Wer mag, kann hier auch noch ein Tretboot mieten und den See auf dem Wasserweg erkunden. Für uns endet diese tolle Wanderung der 8-Tausender-Tour an dieser Stelle. Wir nehmen den nächsten Bus und fahren zurück nach Bodenmais.
2.1.7 GPS-Track „8-Tausender-Tour“ bzw. Goldsteig Etappe 13
2.2 In Bodenmais wandern: „Bo64 Wildes Wasser“ Hochfall und Rißlochwasserfälle
Der Wanderweg „Bo64 Wildes Wasser“ bietet wahrhaftig ein rauschendes Spektakel: Mit dem Hochfall Wasserfall und den Rißlochwasserfällen liegen die zwei höchsten Wasserfälle des Bayerischen Waldes auf der Route. Ein Wanderweg, der auch bei Regenfällen oder bei hohen Temperaturen sehr gut gewandert werden kann. Denn er führt fast ausschließlich über schattenreiche Waldwege. Der Wanderweg „Bo64 Wildes Wasser“ kommt auf eine Länge von ca. 12 km und kann in etwas mehr als 4 Stunden Gehzeit erwandert werden. Dabei ersteigt ihr ca. 400 Höhenmeter.
2.2.1 Hochfall: Zweithöchster Wasserfall im Bayerischen Wald
Los geht es direkt in Bodenmais, wo der Ausschilderung „Bo64“ gefolgt wird. Leicht bergauf wandern wir in Richtung Ortsteil Unterlohwies, wo die Route in den Wald hinein führt. Auffällig an den Beschilderungen ist, dass sowohl die Streckenlänge als auch die Gehzeit angegeben sind. Üblich sind ja sonst nur das ein oder das andere. Jedenfalls dauert es nicht lange und wir haben den zweithöchsten Wasserfall im Bayerwald erreicht.
Um den Hochfall ein wenig genauer in Augenschein zu nehmen, wurde eine Holzbrücke installiert, von welcher aus man fast das Gefühl haben kann, die Hände in das hinabschießende Wasser halten zu können. Der Hochfall Wasserfall kommt auf eine Fallhöhe von 8 Metern. Und damit beträgt dieser einiges weniger an Metern als die später folgenden Rißlochwasserfälle.

Der Hochfall-Wasserfall besteht aus zwei größeren Kaskaden. Und an der oberen hat sich im Laufe der Jahre ein tiefer Gumpen gebildet. Wir folgen nun der Route für ca. 2,5 km über häufig verwurzelte Waldwege in Richtung Aussichtspunkt Klause.
2.2.2 „Wildes Wasser Bodenmais“: Aussichtspunkt Klause
Der Aussichtspunkt Klause ist einer von vielen tollen Fotospots in Bodenmais. Einst wohnte hier ein Einsiedler völlig zurückgezogen. Das ist jedoch auch schon gut 300 Jahre her. Heute dient die Klause als Aussichtspunkt mit Sitzbänken.
Wir wandern weiter in Richtung Rißlochwasserfälle. Der Weg ist zunehmend von größeren Felsen gesäumt. Anhand einer Infotafel erfahren wir, dass hier einst auf der Rißlochschanze Skispringen praktiziert wurde. Davon ist heute allerdings nur noch mit viel Phantasie etwas zu erkennen und zu erahnen.
Zunehmend kann eine Geräuschkulisse wahrgenommen werden. Die Rißlochwasserfälle befinden sich in greifbarer Nähe.
2.2.3 Highlight beim Wandern in Bodenmais: Rißlochwasserfälle
Die Rißlochwasserfälle gehören zu den Bodenmaiser Highlights: Kein Wunder, sind sie doch mit 55 Metern Fallhöhe die mit Abstand höchsten Wasserfälle im Bayerischen Wald. Wir erreichen die Wasserfälle an ihrer höchsten Stelle und steigen nun auf einem felsigen Weg bergab. Zwischendurch gibt es immer wieder die Möglichkeit, näher an das rauschende Wasser heranzutreten.
Auch die Rißlochwasserfälle teilen sich auf mehrere Kaskaden auf. Insgesamt beträgt die Fallhöhe 55 Meter, wobei die längste Kaskade auf 15 Meter Fallhöhe kommt. Am unteren Ende der Wasserfälle ist ein kleiner Rastplatz eingerichtet. Zu sehen ist auch das Gebäude eines E-Werks. Bei so viel Spektakel für Augen und Ohren legen wir hier natürlich eine kurze Pause ein.
Mit einem Rauschen im Ohr verlassen wir dann die Wasserfälle in Richtung Scherau. Stets das leise Plätschern des Riesbaches im Ohr, denn dieser verläuft parallel zum Wanderweg. In der Ortschaft Scherau haben wir den Wald bereits verlassen und wandern weiter in Richtung Bodenmais.
Nach dem Verlassen des Waldes führt die Route an mehreren Einkehrmöglichkeiten entlang, bevor der Wanderweg „Bo64 Wildes Wasser“ im kleinen Kurpark von Bodenmais endet.
2.2.4 GPS-Track „Bo64 Wildes Wasser“ Bodenmais
2.3 „Bo52 Hausberg-Tour“ Bodenmais: Silberberg-Gipfeltour
Wer Bodenmais besucht oder hier seinen Wanderurlaub verbringt, der muss auf jeden Fall einmal auf den Silberberg hinauf. Das funktioniert ganz simpel und bequem mit der Silberbergbahn. Oder als kleine Gipfeltour von ca. drei Stunden Gehzeit mit 300 Höhenmetern Aufstieg auf dem Wanderweg „Bo52 Hausberg-Tour“.
Die Belohnung erfolgt dann in Form des Erreichens des Gipfelkreuzes auf dem Silberberg: Eine Art Wahrzeichen des Ortes im Bayerischen Waldes. Der Abstieg erfolgt dann über die Erlebniswelt Silberberg mit Einkehrmöglichkeit, Bergwerk, Silberberg-Coaster und Mittelstation der Silberbergbahn.
2.3.1 Gipfeltour auf den Silberberg: Aufstieg
Für viele ist es eine Halbtageswanderung; andere laufen zum Sonnenuntergang-Gucken hinauf. So oder so sollte der Bodenmais-Besucher zumindest einmal auf dem Silberberg gewesen sein. Wir sind natürlich zu Fuß hinauf. Immer der Wegmarkierung „Bo52“ folgend, erreichen wir recht schnell die Ortschaft Scherau. Hier geht es dann über Waldwege steil bergauf.
Wie bereits auf der Wanderung der Etappe 13 des Goldsteigs, so sind auch beim heutigen Aufstieg zahlreiche Heidelbeersträucher am Wegrand zu entdecken. Schritt für Schritt wandern wir bergauf und erreichen nach etwas mehr als einer Stunde Gehzeit die Bergstation der Silberbergbahn.
Von hier aus sind es nur noch wenige Meter Aufstieg bis zum Gipfel des Bodenmaiser Hausbergs, dem Silberberg. Einige Informationstafeln geben Auskünfte über die Region und die Geschichte des Bergs.
2.3.2 Gipfelstürmer: Gipfelkreuz auf dem Silberberg
Ein echtes Felsenmeer empfängt uns. Damit hatten wir gar nicht gerechnet. Und inmitten dieser Ansammlung riesiger Felsen wartet das Gipfelkreuz auf 955 Metern Höhe.
Ein toller Ort, um Fotos für unsere Social Media-Kanäle zu ergattern (Folgt uns doch auch: Instagram, Facebook, Pinterest, Newsletter).
Auf dem Gipfelplateau ist auch eine Sitzbank zum Verweilen aufgestellt. Der Blick reicht hinab auf Bodenmais und in die weite Ferne. Vor allem Sonnenuntergänge können hier toll beobachtet und fotografiert werden. Dafür ist es jedoch noch zu früh, sodass es nun auf den Abstieg in Richtung Erlebnisberg Silberberg geht.
2.3.3 Erlebnisberg Silberberg Bodenmais
Eine halbe Stunde später haben wir die Mittelstation der Silberbergbahn erreicht. Und staunen, was einem hier so alles geboten wird. Tagsüber kann das ehemalige Bergwerk besichtigt werden. Jahrhundertelang wurde das Bergwerk bis ins Jahr 1962 betrieben. Zwischenzeitlich wurden u.a. Silber und kurzfristig sogar Gold abgebaut.
In der „Silberberg Alm“ könnt ihr einkehren und bayerische Schmankerl bestellen. „Herbert`s Bar“ ist die höchstgelegene Bar von Bodenmais. Der Silberberg-Coaster ist eine Allwetter-Rodelbahn mit Achterbahn-Feeling; zudem existiert eine weitere Sommerrodelbahn. Den Berg hinunter geht es theoretisch mit der Sommbergbahn; wir wandern leichten Fußes weiter bergab in Richtung Talstation der Bergbahn und erreichen hier den Natur-Entdecker-Pfad.
2.3.4 Natur-Entdecker-Pfad in Bodenmais
Am Natur-Entdecker-Pfad werden vor allem Kinder ihre Freude haben. Auf 12 Stationen wird Wissen zu den heimischen Tieren, Pflanzen und Menschen vermittelt. Pate für den Weg ist eine kleine Bodenmaiser Berühmtheit: Der „Woid Woife“ ist mittlerweile überregional bekannt. Er hat den Ruf als „Wildtierflüsterer“ und hat einen gewissen Bekanntheitsgrad durch Berichterstattungen im Fernsehen und Radio erlangt.
Entspannt wandern wir zurück in Richtung Kurpark Bodenmais, wo die Wanderung nach etwas mehr als drei Stunden ihr Ende findet.
2.3.5 GPS-Track Bodenmaiser Hausberg-Tour auf den Silberberg
2.4 Über den Riederinfelsen und Harlachberg zur GutsAlm wandern
Eine weitere, kleine Gipfeltour könnt ihr über den Riederinfelsen und Harlachberg mit dem Besuch der aussichtsreichen GutsAlm Harlachberg verbinden. Ausgangspunkte sind z.B. Riederin mit Start über ein Teilstück der Ameisenstraße oder Böhmhof (siehe GPS-Track). Beide Startpunkte sind jeweils auch mit dem Ortsbus ab/nach Bodenmais erreichbar.
2.4.1 Riederinfelsen
Südlich von Bodenmais gelegen befindet sich der knapp 12 Meter hohe Riederinfelsen. Um ihn zu ersteigen gilt es, eine steile Leiter empor zu steigen. Oben erwartet den Gipfelstürmer dann, typisch Bodenmais, ein Gipfelkreuz mit toller Aussicht.
Wer auf den höchsten Punkt des Felsens möchte, der darf ein wenig kraxeln. Die umstehenden Bäume verdecken zunehmend die Sicht: Sie werden halt nicht kleiner und der Felsen wächst nicht.
Dennoch ist ein Blick auf Bodenmais und vor allem auf den Großen Arber möglich. Getoppt werden die Aussichten jedoch vom nur gut 40 Minuten entfernt liegenden Harlachberg.
2.4.2 Harlachberg: Weitsicht auf den Bayerischen Wald
Zum Harlachberg geht es über einen schattigen Waldabschnitt. Einige wenige Höhenmeter sind zu erklimmen, um dann den Gipfel des 914 Meter hohen Harlachbergs zu erreichen. Das Holzkreuz ist an einem Baum fixiert: Der Platz für ein Kreuz ist hier überschaubar. Dafür wartet eine Sitzbank und eine Übersichtstafel mit Angabe der Berge, die vor uns liegen, auf uns.
Das Gipfelbuch kommt wie gerufen und es wird direkt erst einmal ein Eintrag geleistet. Nach einer kurzen Trinkpause geht es auf den ca. 15-minütigen Weg zur GutsAlm Harlachberg; einer Einkehrmöglichkeit mit fantastischer Aussicht.
2.4.3 In Bodenmais wandern: Einkehr-Tipp GutsAlm Harlachberg
Wir wandern entlang des geräumigen Parkplatzes der GutsAlm Harlachberg in Richtung großenlet Biergarten. Zuvor kommen wir an einer kleinen, sehenswerten Kapelle vorbei. Noch ist es leer im Biergarten: Er öffnet gerade erst. Begeistert von der Aussicht nehmen wir an einem der Tische Platz.
Für einen leckeren Kaiserschmarrn ist es uns noch zu früh. Aber eine Saftschorle und Kaffee schmecken bei dieser Aussicht auch noch besser als sonst. Zurück geht es dann über den Hinweg oder alternativ über den nun folgenden GPS-Track.
2.4.4 GPS-Track Riederinfelsen/Harlachberg/GutsAlm-Einkehr
2.5 Ameisenstraße: Kinderwagengeeigneter Wanderweg
Zu guter Letzt haben wir noch einen sehr kurzen Familien-Wanderweg als Tipp. Die Ameisenstraße kommt auf eine Länge von ca. 2,5 km und kann auch mit dem Kinderwagen begangen werden. Auf 27 Stationen lädt eine blaue Ameise Kinder dazu ein, den Wald spielerisch zu entdecken.
Mal wird ein kleiner Berg erklommen, dann eine Aussichtsplattform. Zwischendurch dürfen sich Kinder auch sportlich betätigen, z.B. mit Klimmzügen oder kleinen Kletterübungen. Die perfekte Wanderung für Kleinkinder! Von der Ameisenstraße aus könnt ihr auch die im Punkt zuvor beschriebene Wanderung zum Riederinfelsen, Harlachberg und GutsAlm starten. Aber Vorsicht: Kinderwagentauglich ist lediglich die Ameisenstraße.
* Dieser Beitrag wurde im Rahmen einer bezahlten Kooperation mit der Bodenmais Tourismus & Marketing GmbH. erstellt. Unsere geschilderten Erfahrungen entsprechen voll und ganz unserer persönlichen Meinung.
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