Im Knoblauchsland wandern: Gemüse am Flughafen Nürnberg!

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Im Nürnberger Knoblauchsland wandern: Wandertour am Flughafen Nürnberg!

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Wer im Nürnberger Knoblauchsland wandern möchte, der findet sich in einem der größten deutschen Gemüseanbaugebiete wieder. Klingt kurios? Ist es aber eigentlich gar nicht. Denn hier im Knoblauchsland am Flughafen Nürnberg zu wandern, ist nicht nur abwechslungsreich und unterhaltsam.

Kirche vor Gemüsefeld
Durch das Knoblauchsland wandern: Eine ganz besondere Wanderung in der Nähe von Nürnberg.

Gemüsearten beim Anbau erkennen und entdecken, „Planespotting“ der startenden und landenden Flugzeuge am Nürnberger Alrecht-Dürer-Flughafen, die idyllische Wanderstrecke am malerischen „Kothbrunngraben“, die Kraftshofer Wehrkirche oder der Irrhain: Wir stellen euch den Rundwanderweg durch das Knoblauchsland im Detail vor!




Übersicht

1. Wo genau ist das „Knoblauchsland“?
2. Erfahrungsbericht

2.1 Start am Flughafen
2.2 Durch das Knoblauchsland
2.3 Kraftshofer Wehrkirche und Neunhof
2.4 Irrhain (Pegnesischer Blumenorden)
2.5 Kothbrunngraben
2.6 Flughafen Albrecht Dürer Nürnberg

3. GPS-Track zum Nachwandern
4. Nürnberger Sehenswürdigkeiten


Mann beim Wandern im Frühling
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1. Im Knoblauchsland wandern: Was ist das „Knoblauchsland“?

„Knoblauchsland“: Was könnte sich dahinter verbergen? Diese Frage haben sich andere mit Sicherheit auch schon gestellt. Die Antwort: Beim Knoblauchsland handelt es sich um eines der größten zusammenhängenden Gemüseanbaugebiete Deutschlands. Es befindet sich im Städtedreieck Nürnberg-Fürth-Erlangen. Seine Geschichte kann bis ins 8. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Hauptaufgabe ist die Versorgung der Bevölkerung vor Ort durch die angebauten Gemüsearten. In der ca. 4.000 Hektar großen Landschaft liegen immerhin 20 kleine Dörfer.

Zaun am Flughafengelände
Der Wanderweg führt direkt am Flughafengelände vom Nürnberger Flughafen vorbei.

Die Grenzen des Gemüseanbaugebietes zu bestimmen, ist gar nicht so einfach. Im Südosten grenzt das Knoblauchsland jedenfalls an den Nürnberger Flughafen, was unseren Wanderweg, welchen wir euch nun vorstellen, umso ungewöhnlicher macht. Wandern durch ein Gemüseanbaugebiet? Wandern an einem Flughafen? Jetzt erfahrt ihr mehr in unserem jungwandern.de-Erfahrungsbericht.

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2. Im Knoblauchsland wandern: Wo das Gemüse wächst

Die Anfahrt zu dieser Tour durch das Knoblauchsland gestaltet sich extrem einfach: Vom Nürnberger Hauptbahnhof fahren wir in nur wenigen Minuten mit der Bahn zum Nürnberger Flughafen Albrecht Dürer. Und starten hier den Rundweg, welchen ihr über diesen GPS-Track natürlich wieder nachwandern könnt. Ideal ist dieser Tourenvorschlag also auch für Outdoor-Fans, die Nürnbergs Sehenswürdigkeiten schon gesehen haben und auf der Suche nach etwas Neuem und Ungewöhnlichem sind.

2.1 Start am Flughafen Albrecht Dürer Nürnberg

Da das Knoblauchsland direkt an den Flughafen Nürnberg angrenzt, ist es lediglich ein Katzensprung zu den ersten Gemüseflächen. Wir lassen das Flughafengelände für wenige Meter hinter uns und schon kann die Wandertour losgehen. Im ersten Moment dominiert natürlich noch der Eindruck des Flughafens mit seinen startenden und landenden Fliegern.

Startendes Flugzeug
Zu Beginn und zum Ende der Wandertour im Knoblauchsland können wir Flugzeuge beim Starten und Landen zuschauen.
Flughafentower
Der Flughafentower vom Albrecht-Dürer-Airport in Nürnberg am Knoblauchsland.

Doch links des Weges sind schon jetzt, im Frühjahr, einige uns bekannt vorkommende Pflanzen und Gemüsesorten erkennbar. Nicht zuletzt dem Klimawandel ist es zu verdanken, dass vermehrt Gewächshäuser für die besten klimatischen Bedingungen zum optimalen Ernteertrag gebaut und benötigt werden. Überall im Knoblauchsland sind zunehmend Gewächshäuser zu sehen.

Gewächshaus
Mittlerweile sind auch immer mehr Gewächshäuser im Knoblauchsland zu sehen.
Riesiges Rhabarberfeld
Hier wächst Rhabarber im Knoblauchsland.

Auf Anhieb können wir Erdbeeren, einige Salate und Rhabarber erkennen. Wirklich beeindruckend werden zunehmend die Größen der Anbauflächen, je weiter wir wandern. Kein Wunder, dass die heimische Bevölkerung schon seit Jahrhunderten von den Erträgen genährt und gesättigt wird.

2.2 Durch das Knoblauchsland wandern

Wir befinden uns auf dem Weg in den kleinen Ort Neuhof, welcher ca. 8 km vom Flughafen entfernt liegt. Stets ebenerdig führt der Weg über Feld- und Wiesenwege. Wir starten ein heiteres „Gemüseartenraten“, denn oft ist es gar nicht so einfach zu erkennen, welches Gemüse denn da nun gerade heranreift.

Riesige Gemüseanbaufläche
Riesige Gemüseanbauflächen hat das Knoblauchsland zu bieten.
Künstliche Bewässerungsanlage
Hier werden Gurken künstlich bewässert.

Beeindruckend sind die großen Bewässerungsanlagen der Plantagen. Teilweise wird das Gemüse gar auf Gummimatten bewässert. Vermutlich, damit das Wasser nicht sofort im trockenen Boden versickert. Bei solchen Anblicken wird uns erst einmal wieder bewusst, mit wieviel Aufwand Gemüseanbau betrieben wird. Mittlerweile konnten wir auch schon klassische Küchenkräuter wie Thymian entdecken, welche es sich zwischen dem bunten Allerlei der zahlreichen Gemüsearten gemütlich gemacht haben.

Töpfe mit Pflanzen
Wieviele Töpfe hier wohl aktuell stehen?

Auf halber Strecke in Richtung Neuhof gelangen wir zum einen an einen kleinen „Aussichtspunkt“ zum „Planespotting“. Wer ein wenig Zeit und Geduld mitbringt, kann hier abermals Flugzeuge in der Luft beobachten. Zum anderen bietet uns der Weg nun einen vollkommen anderen Höhepunkt mit der Kraftshofer Wehrkirche.

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2.3 Kraftshofer Wehrkirche: Mehr Burg als Kirche

Wir verlassen nun für einen kurzen Moment die landwirtschaftlich geprägte Strecke und gelangen zur Kraftshofer Wehrkirche. Wie eine Kirche wirkt diese allerdings nur bedingt. Sie macht eher den Eindruck einer alten, gut erhaltenen Burg.

Imposante Kirchenanlage
Die Kraftshofer Wehrkirche im Knoblauchsland bei Nürnberg.
Eingangsbereich von einem Gasthaus
Direkt an der Kraftshofer Wehrkirche gibt es mit der „Alten Post“ eine tolle Einkehrmöglichkeit.

Der Besuch des Kirchenanwesens lohnt sich auf jeden Fall. Die Kirche ist umgeben von einer Mauer und wartet mit einem Wehrgang und Ecktürmen auf. Kein Wunder, dass sie den Beinamen „Perle des Konblauchslandes“ trägt. Nach einem Bombenangriff brannte die Kirche im Jahr 1943 fast vollständig aus, wurde aber nach Beendigung des Krieges durch vorhandenes Bildmaterial wieder rekonstruiert. In diesem Ambiente kommt ein Restaurant wie gerufen. Und wer hungrig oder durstig sein sollte, der kann z.B. zu fränkischer Küche in der „Alten Post“ einkehren.

Großes Gemüsefeld
Gemüse, wohin das Auge schaut.

Weiter führt uns der Weg durch die Gemüsefelder in Richtung Neunhof. In Neunhof befindet sich u.a. das „Heimatmuseum Knoblauchsland“, welches zu den entsprechenden Öffnungszeiten besucht werden kann.

Schild Heimat-Museum Knoblauchsland
Sogar ein Heimat-Museum hat das Knoblauchsland zu bieten.
Schöne Parkanlage
Wir gelangen nun zu dieser schönen Parkanlage.
Gasthaus Zum alten Forsthaus
Eine weitere Einkehrmöglichkeit bietet sich nun mit dem Gasthaus „Zum alten Forsthaus“.

Besonders schön anzuschauen ist sicherlich auch das Schloss Neunhof. Welches zum Zeitpunkt unseres Besuches allerdings inmitten umfangreicher Sanierungsmaßnahmen gesteckt hat. Dem Schloss angeschlossen ist der schöne Schlossgarten, welcher ebenfalls einen Besuch wert ist. In Neunhof gibt es mit dem Landgasthof (und Hotel) „Grüner Baum“ sowie „Zum alten Forsthaus“ weitere Einkehrmöglichkeiten.

2.4 Unterwegs im Irrhain (Pegnesischer Blumenorden)

Bisher hat uns der Weg ausschließlich über freie Feld- und Wiesenwege und durch kleine Orte geführt. Schattige Baumlandschaften oder Waldstücke: bisher Fehlanzeige. Auf dem Weg zum Irrhain und Kothbrunngraben jedoch führt uns der Weg durch eben jene schattigen Waldstücke. Und an einem sonnigen Tag wie heute ist das ein echter Segen!

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Skulpturen im Irrhain
Wir betreten auf unserer Wanderung nun den „Irrhain“.
Eingang zum Irrhain
Eingangsbereich zum Irrhain.

Wir gelangen nun an einen ganz besonderen Ort, den „Irrhain“. Der Irrhain ist ein Versammlungsort des „Pegnesischen Blumenordens“, einer seit dem Jahr 1644 bestehenden, also der Barockzeit entstammenden, „Sprach- und Literaturgesellschaft“. „Pegnesisch“ leitet sich vom Namen des Flusses Pegnitz ab und klingt ein wenig exotischer, als er vielleicht eingeschätzt wird.

Informationstafel zum Pegnesischen Blumenorden
Eine Infotafel klärt uns ein wenig über den Pegnesischen Blumenorden auf.

Einige Skulpturen und Gedenksteine zu Ehren verstorbener Mitglieder sind im Irrhain aufgestellt. Wir lassen den Irrhain hinter uns zurück und gelangen schon bald an einen Bachlauf, den Kothbrunngraben. Noch heute finden hier regelmäßig Veranstaltungen, wie z.B. Lesungen, statt. Jährlich wird sogar der Wettbewerb um den „Goldenen Blumentopf“ durchgeführt. Wer dies alles ein wenig schräg findet: Auf der offiziellen Internetseite vom Pegnesischen Blumenorden findet ihr allerlei weitere Informationen über die Geschichte des Ordens und aktuelle Veranstaltungen.

2.5 Im Knoblauchsland wandern: der Kothbrunngraben

Sind wir nicht eben noch am Flughafen, inmitten riesiger Gemüsegärten und an einer burgähnlichen Kirche gewandert? So vollkommen anders sind wir nun am Kothbrunngraben unterwegs. Beim Kothbrunngraben handelt es sich um einen uralten Landgraben, der meistens Wasser führt. Er mündet in die Gründlach, einem Nebenfluss der Regnitz. Ein kräftiges „Grün“ begleitet uns nun eine ganze Weile auf dem Wanderweg.

Grüne Pflanzen im Wald
Der Wanderweg führt uns nun durch ein Waldgebiet am Kothbrunngraben.

An einer breiten Querstraße biegen wir nach rechts im Kraftshofer Forst in Richtung Flughafengelände ab. Auf diesem Teilstück sind auch wieder einige Radfahrer unterwegs. Die breite Straße führt uns direkt zum Flughafen. An einer Sitzbank nehmen wir Platz und legen eine kleine Rast ein.

Sitzbank vor Zaun am Flughafengelände
Ungewöhnliche Rastoption: eine Parkbank am Flughafengelände.
Blick durch den Zaun auf das Flughafengelände.
Blick durch den Zaun auf das Flughafengelände.

Sowohl von hier als auch von dem wenige hundert Meter später folgenden „Aussichtshügel“ können wieder Flugzeuge beobachtet werden. Was für eine abwechslungsreiche Wanderung dies doch ist! Frisch gestärkt legen wir einen Endspurt auf unserer Wandertour durch das Knoblauchsland ein.

2.6 Am Flughafen Nürnberg wandern

Nur noch wenige Meter haben wir auf dem Rundweg durch das Knoblauchsland vor Augen. Einen kleinen Abstecher abseits des Weges befindet sich mit dem Tucherhof eine weitere urige Einkehrmöglichkeit mit Biergarten. An diesem heißen Tag jedoch ist uns eher nach einer kühlen Flughafenhallen-Atmosphäre als nach einem kühlen Hellen im Biergarten.

Albrecht-Dürer-Flughafen Nürnberg
Zum Ende der Wanderung erreichen wir wieder den Albrecht-Dürer-Airport von Nürnberg.

Und wir erreichen dann auch nach etwas mehr als 5 Stunden Gehzeit unseren Ziel- und Ausgangsort, den Albrecht Dürer-Flughafen in Nürnberg.

In Nürnberg durch das Knoblauchsland wandern: Eine abwechslungsreiche und ungewöhnliche Wanderroute, die wir euch nur wärmstens empfehlen können!

3. GPS-Track Knoblauchsland wandern

Damit ihr diese gut 18 km lange Wandertour, ohne Höhenmeter ausgestattet, nachwandern könnt, findet ihr bei uns natürlich auch wieder den GPS-Track Knoblauchsland zum Nachwandern.

Ideal ist diese Wanderroute auch, wenn ihr z.B. eure Unterkunft in Nürnbergs sehenswerter Innenstadt habt. Denn die Fahrt vom Nürnberger Hauptbahnhof zum Albrecht Dürer-Airport beträgt mit der Bahn gerade einmal 13 Minuten. Ein Katzensprung, sozusagen!

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Nürnberger Innenstadt: 7 tolle Tipps und Sehenswürdigkeiten

Ja und nach der Wanderung? Da bietet sich natürlich eine Sightseeing-Tour in der malerischen Nürnberger Innenstadt an. Wir haben euch 9 tolle Tipps und Empfehlungen für die Nürnberger Innenstadt zusammengestellt!


* Dieser Beitrag wurde im Rahmen einer bezahlten Kooperation mit der CTZ Nürnberg erstellt. Unsere geschilderten Erfahrungen entsprechen voll und ganz unserer Meinung.


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