7 tolle Tipps für den Ettelsberg: Genialer Rundwanderweg mit Skywalk, Hängebrücke, Hochheideturm, Siggis Hütte und Seilbahn in Willingen!
Auf dem Ettelsberg in Willingen wandern: Der Hausberg der Gemeinde am Rande des Rothaargebirges ist zu jeder Jahreszeit eine Wanderung wert. Sportlich Motivierte wandern den Berg komplett bis auf seine fast 838 Meter hohe Gipfelspitze hinauf. Und wer es gemütlicher angehen möchte, der fährt einfach bequem mit der Ettelsberg Seilbahn bergauf: Wer erst einmal den Gipfel auf dem Ettelsberg erreicht hat, der kann so einiges erleben.

Spektakulär sind die Aussichten vom Hochheideturm über das Sauerland. Mindestens genaus so spektakulär ist natürlich das Begehen des „Skywalk Willingen“, der längsten Fußgängerhängebrücke Deutschlands. Im Winter finden internationale Skisprungwettebewerbe statt. Der kurze Kyrillpfad erinnert an den gleichnamigen Orkan im Jahr 1999. Und über Jahrzehnte hinweg ein echter Besuchermagnet ist natürlich die Berghütte „Siggis Hütte“ gewesen. Wer am Ettelsberg wandern geht, der kann also einiges erleben. Wir stellen euch die Höhepunkte am Ettelsberg nun ein wenig detaillierter vor!
Auf dem Ettelsberg wandern: Willkommen in Willingen im Sauerland
1. Der Ettelsberg: Wo genau liegt eigentlich der Ettelsberg?
2. Ettelsberg Seilbahn: Zu Fuß oder mit der Bahn bergauf?
3. Hochheideturm: Spektakuläre Aussichten oder gar keine?
4. Skywalk Willingen: Traut ihr euch?
5. Mühlenkopfschanze: Skispringen in Willingen
6. Kyrillpfad: Wo im Jahr 2007 der Orkan tobte
7. Siggis Hütte: Berghütte mit Partyalarm
8. Ettelsberg Rundwanderweg: GPS-Track
9. Wanderwege in der Umgebung

1. Auf dem Ettelsberg wandern: Wo genau liegt der Ettelsberg?
Der Ettelsberg ist einer der höchsten Berge des Sauerlands. Er liegt am Fuße des Rothaargebirges in Nordhessen in Willingen. Ein sehr beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel zum Wandern, Radfahren und auch Skifahren. Zum Skispringen kommen im Winter dann doch eher Profis im Rahmen des Weltcups angereist. Schon seit Jahrzehnten ist der Tourismus ein treibender Wirtschaftsmotor Willingens und zieht Urlauber nicht nur aus ganz Deutschland an. Aus dem Ausland sind es vor allem Niederländer, die sich rund um Willingen beim Bergwandern erholen.


Erreichbar ist Willingen sowohl von Hessen als auch von Nordrhein-Westfalen aus ganz hervorragend mit dem ÖPNV, dank Regionalbahnschluss. Willingen versteht sich als Urlaubs- und Erholungsort für jedermanns Alter. So gibt es z.B. auch Mountainbike-Parcoure und eine riesige Sommerrodelbahn. Und das ihr im Winter ohnehin in der Berglandschaft Willingens rodeln könnt, das versteht sich von selbst. In unserem Beitrag soll es nun aber um das Thema „Wandern auf dem Ettelsberg“ gehen. Und da geht es auch schon los: Wie kommt man denn eigentlich auf den Ettelberg hinauf?
2. Wie komme auf den Gipfel des Ettelbergs hinauf?
„Bergwandern“: Wer in den Alpen auf Bergwanderung geht, der wird den einen oder anderen Höhenmeter hinter sich bringen. Aufstiege von mehr als 1.000 Höhenmetern gehören dabei zur Tagesordnung. Der Ettelsberg kommt jedoch auf eine vergleichsweise niedrige Höhe von gerade einmal 837,7 Metern. Und wer sich an der Talstation auf den Weg zum Gipfel macht, der wird nach ca. 45 Minuten Gehzeit und knappen 250 Höhenmetern Aufstieg den höchsten Punkt erreicht haben.
Das mag für Flachlandbewohner wie Niederländer schon eine größere Anstrengung sein als für den Alpenbewohner. Somit ist es nicht nur ein Running Gag, dass Niederländer ins Sauerland zum Bergwandern kommen: Das stimmt in gewisser Art und Weise sogar!
Willingen ist auch bei Familienurlauben oder Urlaubern im höheren Alter hoch im Kurs. Und wer nicht zu Fuß auf den Ettelsberg wandern möchte, der benutzt einfach die Ettelberg Seilbahn. Die Fahrt hinauf (oder auch bergab) dauert exakt 240 Sekunden: Gewonnene Zeit, die für viele der Unternehmungsmöglichkeiten auf dem Berg genutzt werden kann. Das erste, was ins Auge fällt, ist der unübersehbare Hochheideturm.
3. Höchster Aussichtspunkt in Nord-West-Deutschland: Hochheideturm Willingen
Beim Recherchieren zu diesem Blogtext stellen wir erstaunt fest: Wer den 62 Meter hohen Aussichtsturm bestiegen hat, befindet sich auf dem höchstgelegenen Aussichtspunkt von Nord-West-Deutschland! Erst im Jahr 2002 errichtet und somit noch vergleichsweise neu, begeistert der Turm mit seinen Aussichten. Es sei denn, ihr habt eine solche Nebelsuppe wie unsereins im tiefsten Herbst erwischt. Dann lohnt es sich vermutlich eher weniger, die 241 Treppenstufen hinauf zu steigen. Alternativ kann auch ein Fahrstuhl genutzt werden: Somit ist der Aufstieg auch barrierefrei möglich.
Der Besuch des Turm ist kostenfrei möglich. Am Fuße des Turms lädt ein riesiger Landschaftsspielplatz zum Entdecken ein. Er wurde im Laufe der Jahre stets erweitert. Der künstlich angelegte See dient als Speicherbecken für den Winter, wenn die auch im Sauerland stets weniger werdenden Schneemassen nicht ausreichen, um mit Skiern, Board oder Schlitten den Hang hinab zu brausen. Denn dann wird branchenüblich auf Kunstschnee gesetzt. Am Tage unseres Besuches war weder die Sonne noch Schnee zu sehen: Es herrschte einfach eine brodelnde Nebelsuppe. Die natürlich auch etwas für sich hat. Vom Hochheideturm starten wir nun die Tour auf dem gut 4 km langen Rundwanderweg zur vielleicht größten Attraktion nahe des Ettelsbergs!
4. Zum Skywalk Willingen vom Ettelsberg wandern: Spektakuläre Hängebrücke mit Aussicht
Die Gemeinde Willingen erweitert ihr touristisches Repertoire Jahr für um Jahr um weitere Attraktionen. Im Januar 2022 fand die Eröffnung von der aktuell (Oktober 2026) längen Fußgängerhängebrücke Deutschlands statt. Vom Hochheideturm aus führt der Ettelsberg Rundwanderweg direkt zur Hängebrücke. Der Weg ist sehr gut ausgeschildert. Meistens jedoch reicht es, wenn ihr einfach den anderen hinterher wandert: Alle Ettelsberg-Wanderer haben das gleiche Ziel vor Augen.
Auf gut 100 Meter oberhalb des Bodens könnt ihr die 665 Meter lange Strecke zurücklegen. Ein durchaus schaukeliges Vergnügen: So manch einer legt auf der Strecke doch eine Pause ein. Das lohnt sich auch durchaus, kann dabei ein Blick über das Waldecker Land und Sauerland geworfen werden. Und wie das auf solchen Brücken ist: Seid ihr erst einmal auf der einen Seite angekommen stellt sich die Frage, „Was machen wir als nächstes?“.
Und wir handhaben es wie die meisten anderen auch: Wir wandern auf der Brücke wieder zurück. Denn der Ettelsberg Rundwanderweg an sich führt lediglich zur Brücke, nicht jedoch über sie. Beim Überqueren des Skywalk Willingen fällt zwangsweise der Blick auf die imposante Skisprungschanzenanlage.
5. Mühlenkopfschanze: Skispringen in Willingen
Jedes Jahr im Winter wird Willingen zum Mekka der weltweit besten Skispringer: Unweit des Ettelbergs fliegen die Wintersportler von der Mühlenkopfschanze die Spur hinunter. Ein ganz besonderes Spektakel und eher ungewöhnlich für die Region, die manch einer gar nicht als solch attraktive Wintersport-Region kennen mag. Vom Skywalk Willingen aus könnt ihr einen tollen Blick auf die Mühlenkopfschanze und die ganze dortige Anlage werfen. Bei offiziellen Veranstaltungen finden hier bis zu 34.000 Zuschauer Platz: Das ist vergleichsweise wirklich sehr viel und da können nicht einmal die berühmten Schanzen der alljährlich stattfindenen Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen, Oberstdorf, Bischofswiesen und Innsbruck mithalten.
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Und wer auf dem Rundwanderweg Ettelsberg wandern geht, der darf sogar unterhalb der Sprungschanze gehen. So erhaltet ihr einen noch intensiveren Eindruck davon wie sich Skispringer fühlen, wenn sie die Spur hinunter brausen. Brausen könnt ihr euch an dieser Stelle auch an einem Kiosk kaufen. Natürlich gibt es auch andere Getränke und kleine Snacks, weswegen hier auch im tiefsten Herbst reichlich Trubel herrscht. Ausgeschildert sind hier neben dem Rundwanderweg auch diverse weitere Wege bzw. Wegpunkte des Rothaargebirges. Schließlich befinden wir uns inmitten einer beliebten Wanderregion. Weiter geht es für uns nun aber auf dem Rundwanderweg Ettelsberg.
6. Rundwanderweg Ettelsberg: Kyrillpfad Willingen
Im dichten Nebel dürfen wir nun weiter auf dem Ettelsberg wandern und erreichen den Wegpunkt Große Grube. Hier sind einige Sitzbänke aufgebaut und ins Auge fällt ein aufgestellter Kohlenmeiler. An ihm können Eindrück gewonnen werden, wie einst in mühseliger Arbeit Hohlzkohle hergestellt wurde.
Nur wenige hundert Meter entfernt erreichen wir den Kyrillpfad Willingen. Um diesen zu begehen, „biegen“ wir nach links in den Wald ab. Im Jahr 2007 wütete der Orkan Kyrill durch Europa und insbesondere auch in in Deutschland. In Windeseile brachen unzählige Baumstämme durch, fielen Bäume um und die vormals dichten Baumbestände wurden dem Erdboden gleich gemacht.
Das Besondere am Kyrillpfad: Seit 2007 ist der Wald hier sich selbst belassen. Es wurden keine Bäume abtransportiert. Die abgebrochenen Stämme sind auch heute noch zu sehen. Über einen aus Baumstämmen erbauten Pfad könnt ihr hervorragend durch diese Landschaft gehen und gewinnt einen Eindruck davon, wie der Wald sich entwickelt, wenn der Mensch nicht eingreift. Der Kyrillpfad kann sowohl von Erwachsenen als auch Kindern begangen werden.
7. Der ultimative Einkehr-Tipp: Ettelsberg-Hütte alias „Siggis Hütte“
So langsam, aber sicher erreichen wir wieder den Ausgangspunkt vom Rundwanderweg auf dem Ettelsberg. Wir wandern an einem überdimensionierten Stuhl entlang, welcher bestiegen werden kann. Und können einige Meter entfernt das Gipfelkreuz vom Ettelsberg durch den immer dichter werdenden Nebel erspähen.
Das einzige, was uns am heutigen Tage auf dem Ettelsberg fehlt, ist so eine richtig urige Berghütte. Und nahe der Bergstation der Ettelberg Seilbahn wird mit der Ettelsberg-Hütte Abhilfe geschaffen. „Ettelsberg-Hütte“: So wird die Hütte schon seit Ewigkeiten nicht mehr genannt. Über 40 Jahre lang wurde die Hütte von „Siggi“ bewirtschaftet. Im Jahr 2026 ist dem seinerzeit 85jährigen jedoch der Pachtvertrag gekündigt worden. Was wohl zukünftig aus der Hütte passiert?
„Siggis Hütte“ ist über die Grenzen hinaus bekannt worden als die perfekte „Aprés Ski-Location“. An Wochenenden und Feiertagen rücken die Feierwütigen und Trinkfreudigen schon in den frühen Morgenstunden an, um sich die besten Plätze in bzw. vor der Hütte zu sichern. Bei Ballermann- und Schlagermusik wird bzw. wurde hier bis zur letzten Talfahrt der Seilbahn gefeiert. Geburtstage, Junggesellenabschiede, Firmenfeiern: Bei Siggi gehörte dies alles zum Standardprogramm. So wie seine Erbensuppe aus dem Einmachglas, sozusagen seine eigene Erfindung. Ja und hier an Siggis Hütte endet dann unser ausführlicher Erfahrungsbericht über das Wandern auf dem Ettelsberg in Willingen. Hat er euch gefallen? Haben wir etwas vergessen? Dann schreibt es doch unten in die Kommentarspalte!
8. Auf dem Ettelsberg wandern: GPS-Track
Wer mit der Seilbahn auf den Ettelsberg hoch fährt und sich auf den Rundwanderweg begibt, kann die ca. 4,1 km lange Route in etwas mehr als einer Stunde bewältigen. Dabei werden ca. 100 Höhenmeter erstiegen.
9. Im Sauerland wandern: Wanderwege in der Umgebung
Das Sauerland bietet Wanderern eine Vielzahl von tollen Wanderwegen. Tagestouren, Mehrtageswanderwege, Fernwanderwege. Im Winter dürft ihr auch schon mal die Schneeschuhe schnüren. Hier findet ihr weitere Erfahrungsberichte über Wanderwege im Sauerland:
- Olsberg/Brilon: Gewerkenweg
- Olsberg: Ginsterkopf-Tour (Bergwanderung)
- Marsberg: Hermannshöhen Etappe 13
- Schmallenberg: 7 tolle Tipps für Winter- und Schneeschuhtouren

























