Gewerkenweg Brilon-Olsberg wandern

Auf dem Gewerkenweg von Brilon nach Olsberg wandern!

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Der Gewerkenweg: Wandern zwischen Brilon und Olsberg auf den Spuren des Bergbaus im Hochsauerland. Wo einst Eisenerz abgebaut wurde, da wird heute auf dem Gewerkenweg gewandert. Das Museum Haus Hövener erinnert und informiert über die Geschichte der Gewerken. Die Einkehr in der Hiebammenhütte oder Schinkenwirt sind mehr als lohnenswert. Auch eine Führung  im Besucherstollen „Philippstollen“ ist aufschluss- und erlebnisreich. Nicht nur für Kinder!

Der Weg geizt nicht mit tollen Aussichten über das bergige Sauerland. Aussichten auf den höchsten Punkt Nordrhein-Westfalens, den Langenberg, sind bei gutem Wetter möglich. Der Gewerkenweg schneidet den bekannten Fernwanderweg „Rothaarsteig“. Ein empfehlenswerter und abwechslungsreicher Wanderweg, den wir euch heute einmal im Detail im jungwandern.de-Wanderbericht vorstellen werden.




Übersicht:

1. Erfahrungsbericht

1.1 Museum Haus Hövener/Stadt Brilon
1.2 Gewerkenweg
1.3 Hiebammenhütte: Einkehr
1.4 Eisenberg
1.5 Philippstollen: Führung im Besucherstollen
1.6 Olsberg
1.7 Hotel Dorfkammer: Übernachtungstipp

2. Streckenverlauf/GPS-GPX-Track
3. Ausrüstungs-Tipps
4. Reiseführer
5. Touren in der Nähe
6. Wandermagazin kostenlos anfordern


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Den Gewerkenweg wandern: Von Olsberg nach Brilon im Sauerland

Der Gewerkenweg verläuft von Olsberg nach Brilon im Hochsauerland. Der Wanderweg hat eine Länge von etwas mehr als 11 Kilometern. Annähernd 300 Höhenmeter geht es auf der Strecke bergauf. Normalerweise sollte die Strecke in offiziell 3 Stunden Gehzeit zu schaffen sein. Wenn da nicht die urgemütlichen Optionen zur Einkehr in der Hiebammenhütte und im Schinkenwirt wären. Oder die interessante Teilnahmemöglichkeit an einer Führung im Philippstollen im alten Bergwerk des Eisenbergs.

Oder der informative Aufenthalt vorab im Museum Haus Hövener in Brilon. Denn noch vor Beginn unserer Wanderung auf dem Gewerkenweg haben wir uns die Frage gestellt: „Was sind überhaupt Gewerken?“. Diese Frage haben wir dann ausführlich im interaktiven Museum Haus Hövener in Brilon beantwortet bekommen.

Auf dem Gewerkenweg von Brilon nach Olsberg wandern: Museum Haus Hövener

Im Museum Haus Hövener in Brilon erhaltet ihr sämtliche Informationen in puncto „Gewerken“. Die früheren Unternehmer der Bergbaugesellschaften wurden „Gewerken“ genannt. So die Kurzform. Wesentlich detaillierte Infos erhaltet ihr natürlich auch auf dem offiziellen Internet-Auftritt vom Museum Hövener. Der Gewerkenweg verbindet also wichtige Punkte und Stationen des Bergbaus in der Region Brilon-Olsberg.

Wir sind sofort überrascht von der modernen Ausstattung des Museum Haus Hövener: Multimedial und interaktiv geht es hier zu! Museumsleiter Carsten Schlömer zeigt uns stolz, mit welchen modernen Techniken das Museum aufwarten kann. Wir erfahren vieles über die Welt der Gewerken. U.a. auch, dass eine Gewerkenfamilie einst das Museumsgebäude bewohnt hat. Aber das Museum hat noch weitere Höhepunkte zu bieten. Z.B. warten über 3.500 Bücher, teilweise einige Jahrhunderte alt, auf ihre Digitalisierung.

Wer sich rechtzeitig im Museum anmeldet, hat die Möglichkeit, auch einmal einen Blick in die uralten, aber sehr gut erhaltenen Dokumente und Bücher zu werfen.

Echtes Dinosaurierskelett im Museum Haus Hövener

Was für die Erwachsenen interessant erscheinen mag, dafür mögen sich Kinder nicht unbedingt zu begeistern wissen. Doch da wartet eine Überraschung im Keller. Denn vor einigen Jahren wurde im Kreis Brilon tatsächlich ein echtes Dinosaurierskelett entdeckt. Und dieses ist im Museum Haus Hövener ausgestellt.

Schon erstaunlich, wie vielseitig dieses Museum aufgestellt ist. Wer also zu Beginn der Wanderung auf dem Gewerkenweg noch ein wenig Zeit in Brilon hat, dem empfehlen wir einen Besuch des Museums. Auch ein Stadtrundgang ist durchaus lohnenswert.

Originell und interessant: An über 200 Gebäuden in Brilon wurden kleine, blaue Infotafeln angebracht. Diese geben Auskunft über die frühere Nutzung der Gebäude oder auch deren einstige Bewohner.

Nach diesem sehr informativen Start in den (Wander-)Tag reizt es uns nun umso mehr, auf dem Gewerkenweg wandern zu gehen. Und am Marktplatz Brilon beginnt nun unsere Wanderung.

Es geht los: Auf dem Gewerkenweg nach Olsberg wandern

Der Weg startet also im städtischen Brilon. Nach einer Weile sehen wir links und rechts vom Weg Wiesen, die von Kühen beweidet werden. Unfreiwillig singen wir das erste Mal den 80er Jahre-Klassiker „Sauerland, mein Herz schlägt für das Sauerland…“ vor uns her. Und müssen an die Stadt Bielefeld denken, denn die „… gibt`s ja gar nicht..“ Zumindest der Legende nach. Es gibt manchmal Assoziationen, die man wohl sein Leben lang nicht los wird.

Schnell wird klar: Es geht bergig zu im Sauerland. Wir können schon jetzt die Weitsicht auf und über das Sauerland genießen. Der Gewerkenweg führt uns in ein Waldstück. Borkenkäfer, Stürme und Klimawandel haben auch im Sauerland dafür gesorgt, dass der Weg teilweise eher von Sträuchern und Baumstümpfen geprägt ist als von hohen Bäumen.

Dafür ist die Beschilderung der Wege stets vorbildlich. Markant ist nicht nur die Markierung vom Gewerkenweg, markant ist auch die rote Markierung vom bekannten Ferngwanderweg „Rothaarsteig“. Kurz vor der Hiebammenhütte kreuzen sich Rothaarsteig und Gewerkenweg. Der Rothaarsteig ist wiederum ein toller Fernwanderweg durch das Rothaargebirge und kommt auf fast 160 km Streckenlänge.

Einkehr auf dem Gewerkenweg: Hiebammenhütte

Gut 4 km nach dem Start unserer Wanderung ab Brilon erreichen wir die Hiebammenhütte. Die Einkehr in eine solch große, urige Hütte im Sauerland, die gehört beim Wandern auf dem Gewerkenweg auf jeden Fall zum Pflichtprogramm. Zumal an diesem eher diesigen Sommertag gerade ein Nieselregen eingesetzt hat. Da kommt eine Einkehr wie gerufen.

Bedingt durch das heutige Wetter geht es ruhig zu an der Hiebammenhütte. Das sieht an sonnigen Tagen oder an Wochenenden vollkommen anders aus. Davon zeugen auch die zahlreichen Bierbänke im Außenbereich der Hütte. Einige E-Biker trudeln ein und nutzen die E-Bike Akku-Ladestation. Mehrere Esel begutachten das Geschehen an der Hütte von ihrer Wiese aus.

Wir nehmen in der Hütte Platz und werfen einen Blick in die Speisekarte. Der eifrige jungwandern.de-Leser weiß natürlich: Wir lieben den Genuss. Und daher kommt eigentlich nur das Hüttensteak mit Kartoffelsalat für uns in Frage.

Wirklich urig hier in der Hiebammenhütte. Und lecker ist das Steak noch obendrein! Nach der Stärkung machen wir uns wieder auf den Gewerkenweg. Schließlich wollen wir weiter nach Olsberg wandern und haben noch fast 8 km Strecke vor uns. Übrigens: Den GPX-Track*  mit allen Infos könnt ihr auch direkt auf euer Handy downloaden.

Auf dem Gewerkenweg über den Eisenberg nach Olsberg wandern

Wir wandern nun auf dem landschaftlich schönsten Teil des Gewerkenwegs. Über den Forstenberg geht es auf den Eisenberg. Ob der Eisenberg wohl Eisenberg heißt, weil dort einst Eisenerz abgebaut wurde? Vermutlich. Unübersehbar sind auf den Wegen rot gefärbte Steine. Diese zeugen noch von dem Vorhandensein der Erzvorkommen im Eisenberg. Vor gut 100 Jahren rentierte sich der Abbau nicht mehr und die Gewerken stellten den Abbau ein.

Was auf jeden Fall vom Eisenberg aus möglich ist: die Aussichten genießen. Trotz des heutigen Schmuddelwetters können wir auf die Berglandschaft des Sauerlands blicken. Der Besuch im Sauerland ist für uns der erste und wir staunen, wie bergig es hier doch zugeht. Mit einer Höhe von etwas mehr als maximal 800 Metern sind natürlich Langenberg & Co. nicht so hoch wie die Berge in den Alpen, Schwarzwald oder der Schwäbischen Alb. Aber die Bergsilhouette schindet ordentlich Eindruck.

Jetzt, im Hochsommer, blüht auch die Fauna in voller Pracht. Ziemlich bunt geht es hier auf dem Eisenberg zu. Ein toller Ort, um Fotos für unsere Social Media-Kanäle zu ergattern (Folgt uns doch auch: Instagram, Facebook, Pinterest, Newsletter).

Der Weg führt nun vom Eisenberg bergab in Richtung Maxstollen und Philippstollen. Währen der Maxstollen zwar der größere Stollen ist, kann der kleinere Philippstollen im Rahmen einer Führung besucht werden. Und da lassen wir uns natürlich nicht lumpen und haben uns vorab für einen Besuch im Philippstollen angemeldet.

Gewerkenweg Brilon-Olsberg wandern: Besuch im Philippstollen

Seit 2002 gibt es die Möglichkeit, den zum Besucherstollen ausgebauten Philippstollen im Rahmen einer Führung zu besichtigen. In kleinen Gruppen wird der Besucher dann durch den Stollen geführt. Sage und schreibe 700 m tief geht es in den ehemaligen Bergbaustollen!

Und was es hier alles zu sehen, zu staunen und zu entdecken gibt! Die Temperatur im Stollen beträgt ganzjährig ganze 8 Grad. Da eine Führung schon einmal gute 1,5 Stunden dauert, werden dem Besucher wärmende Kittel zur Verfügung gestellt. Zudem sind diese sinnvoll, da das Berühren der Wände im Stollen nach wie vor für rote Verfärbung der Kleidung und Haut sorgt.

Die sehr informative Führung gibt Einblicke in die Arbeitswelt der Bergleute vor über 200 Jahren. Es gab keine Schienen zum Transport der abgebauten Eisenerze. Es gab keine Beleuchtungssysteme, wie man sie heute kennt. Die Arbeit im Stollen war Schwerstarbeit und im Alter von 45 Jahren waren schon die meisten Arbeiter körperlich nicht mehr in der Lage, ihrer Arbeit nachzukommen.

Es gibt auch unfreiwillig komische Momente im Stollen.

„Wie bedient man eine Wählscheibe“?

Wisst ihr noch, wie eine Telefon-Wählscheibe bedient wird? Vermutlich ja. Aber wer im Zeitalter des Handys aufwächst, der kennt ein Telefon mit Wählscheibe. Höchstens noch aus Büchern oder älteren TV-Sendungen. Das Telefon im Stollen ist voll funktionsfähig und dient in Notfällen als Kontaktmöglichkeit nach außen.

Die Getränkeversorgung im Stollen wurde einst durch einen Anschluss an eine Wasserader gewährleistet. Das kristallklare (Berg-)Wasser sammelt sich auch heute noch in einem kleinen See an.

Gewerkenweg: Vom Philippstollen nach Olsberg wandern

Nach gut 1,5 Stunden erreicht die aufschlussreiche Führung dann ihr Ende. Und eigentlich auch schon fast der Gewerkenweg. Denn bis zu unserer Unterkunft, dem Hotel Dorfkammer, sind es nur noch gut 3 Kilometer. Nur einen Steinwurf vom Stollen entfernt befindet sich mit dem Schinkenwirt eine weitere tolle Einkehrmöglichkeit.

Gemütlich schlendern wir die letzten 3 km bergab nach Olsberg. Das offizielle Ende vom Gewerkenweg befindet sich im kleinen und feinen Kurpark von Olsberg. Nachdem wir zu Abend gegessen haben, sind wir hier noch eine Runde Kneippen gewesen. Denn: Olsberg ist ein offizielles Kneipp-Heilbad!

Unser Fazit zum Gewerkenweg

Der Gewerkenweg von Brilon nach Olsberg ist ein sehr abwechslungsreicher Wanderweg. In Verbindung mit dem Besuch des Museums Haus Hövener und der Führung im Philippstollen hat man am Ende des Tages so einiges erlebt und zu erzählen. Der Weg ist auch gut für Kinder geeignet, da nur wenige Höhenmeter „gemacht“ werden und zwei Einkehrmöglichkeiten gegeben sind.

Übernachtungstipp: Hotel Dorfkammer

Hervorragend übernachten könnt ihr in Olsberg im Hotel Dorfkammer. Das „Bed & Breakfast“ ist modern und gemütlich eingerichtet. Das Frühstück ist ausgiebig, reichlich und sehr lecker.

Hier könnt ihr auch mal auf der Terrasse sitzen oder es euch im gemütlichen Gemeinschaftsraum bequem machen.

Auch auf dem Gewerkenweg wandern?

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* Dieser Beitrag kam im Rahmen einer bezahlten Kooperation mit der Tourismus Brilon Olsberg GmbH zustande. Unsere geschilderten Erfahrungen entsprechen voll und ganz unserer Meinung.


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