Weinwandern in Fellbach: Über den Kappelberg zum Kernenturm

Auf dem Weinweg Fellbach wandern: Aussichtsreicher Wanderweg auf dem Kappelberg!

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Weinwandern in Fellbach: Auf dem Kappelberg, dem Fellbacher Hausberg, lädt der Weinweg zum ausgiebigen Spazieren und Wandern ein. Vor den Toren Stuttgarts und des Remstals liegt die aussichtsreiche Weinberglandschaft. Und die Wanderung über den informativen Weinweg auf dem Kappelberg könnt ihr hervorragend mit dem Remstalweg zum Kernenturm im Schurwald verlängern. 

Weinwandern in Fellbach: Das geht besonders gut auf dem Weinweg Fellbach!

Der abwechslungsreiche Weinweg Fellbach startet an der Neuen Kelter und punktet mit zahlreichen, attraktiven Wegpunkten. An mehreren Stationen erfahren wir viel über die vor Ort angebauten Weine. Teilweise können die Informationen per QR-Code abgerufen werden; auch zwei Hörstationen geben Auskunft über den Weinanbau in Fellbach. An der Panorama-Terrasse darf im Sonnenuntergang die Weitsicht genossen werden. Weinwandern in Fellbach: Wir stellen euch diese deutschlandweit bekannte Weinbauregion ein wenig genauer vor!

In Fellbach wandern: Weinwandern mit Aussicht

1. Fellbach: Wo genau liegt Fellbach?
2. Weinbau in Fellbach
3. Weinweg Fellbach

3.1 Start/Ziel: Neue Kelter
3.2 Wegmarkierung und horizontales Leitsystem
3.3 Informieren per QR-Code
3.4 Wegstationen: Unterschiedliche Themenschwerpunkte
3.5 Panorama-Terrasse/Aussichtspunkte 

4. Remstalweg: Vom Weinweg zum Kernenturm
5. Einkehr-Tipp: Besen-Kultur in Fellbach

1. Fellbach: Weinstadt zwischen Stuttgart und dem Remstal

Fast 50.000 Einwohner zählt die Stadt im Rems-Murr-Kreis, ganze 10 Kilometer von der Baden-Württemberger Landeshauptstadt Stuttgart entfernt. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kann Fellbach z.B. in weniger als in einer halben Stunde Fahrtzeit sowohl mit S- als auch mit U-Bahn vom Stuttgarter Hauptbahnhof erreicht werden. Das perfekte Ausflugsziel also nicht nur für Stuttgarter, die dem Trubel der hektischen Großstadt einmal entfliehen möchten.

An der Panorama-Terrasse auf dem Kappelberg darf zum Sonnenuntergang das ein oder andere Glas Fellbacher Wein verköstigt werden.
Der Weinweg Fellbach ist ein wahnsinnig informativer Wanderweg über den Fellbacher Hausberg, den Kappelberg.

Fellbach grenzt an das Remstal an und gilt somit auch als „Tor ins Remstal“: Eine Region, bekannt für ihren Obstanbau, schöne Radwege  wie den Remstal-Radweg und natürlich auch zahlreiche Wanderwege. Der Remstalweg z.B. ist ein beliebter Mehrtageswanderweg mit über 200 km Wegstrecke. Er startet in Fellbach und endet nach 11 Etappen in Remseck am Neckar. Zum Ende dieses Blogbeitrages findet ihr weitere Informationen zum Remstalweg. Wir starten diesen Beitrag nun aber mit einem der wichtigsten Wirtschaftszweige Fellbachs, dem Weinbau.

2. Weinbau in Fellbach

Der Anbau von Wein in Fellbach hat Tradition: Seit über 450 Jahren werden hier hochwertige Weine angebaut und produziert. Die bekanntesten Rotweine sind der Lemberger, Trollinger und Spätburgunder, die bekanntesten Weißweine sind Riesling und Grauburgunder. Die Fellbacher Weingärtner eG wurde bereits im Jahr 1858 gegründet und ist die zweitälteste Winzergenossenschaft im Weinbaugebiet Württemberg.

Ca. 200 Mitglieder der Genossenschaft bewirtschaften eine Fläche von ca. 184 ha Rebfläche. Weiterhin werden 5 weitere Weingüter privat betrieben Weingüter Aldinger, Heid, Schnaitmann, Rienth, Johannes B.), von welchen wiederum gleich 3 dem „Verband deutscher Prädikatsweingüter“ angehören. Vor allem auf dem von Sonnenschein verwöhnten Kappelberg gedeihen die Trauben besonders gut. In den Weinbergen, Weingütern und Besenwirtschaften finden regelmäßig Ausschanke, Veranstaltungen, Planwagenfahrten und natürlich Weinwanderungen statt. Wer den Fellbacher Kappelberg selbstständig erkunden möchte, kann dies ganz hervorragend auf dem Weinweg Fellbach!

3. Weinweg Fellbach: Informativer Wanderweg auf dem Kappelberg

Der Weinweg Fellbach ist ein mit ca. 4,3 km Länge vergleichsweise kurzer Weinwanderweg. Er bietet uns aber zahlreiche Informationen auf unterschiedlichste Art und Weise. Die 70 Höhenmeter Aufstieg während der aussichtsreichen Wanderung werden kaum wahrgenommen. Etwas mehr als eine Stunde Gehzeit sollte für den Weg, der auch problemlos als Ausflug mit Kindern oder mit einem Kinderwagen möglich ist, eingeplant werden.

3.1 Start und Ziel: Neue Kelter

Start und Ziel vom Weinweg ist die Neue Kelter. Sie wird von den Fellbacher Weingärtnern betrieben. Vor Ort können die regional angebauten und produzierten Weine probiert und natürlich auch käuflich erworben und z.B. an der Panorama-Terrasse des Weinwegs getrunken werden. Zu Beginn der Wanderung wartet der Wegpunkt „Mensch im Mittelpunkt“ auf uns. Anhand zahlreicher Infotafeln erfahren wir viel über die Stadt Fellbach und ihre Geschichte, die Kelterei, die heimischen Winzer und alles rund um das Thema Wein.

Nur wenige Minuten später erreichen wir dann auch schon die Weinberge und fragen uns, wie wir uns denn eigentlich auf dem Weinweg Fellbach orientieren können.

3.2 Weinweg Fellbach: Wegmarkierungen und horizontales Leitsystem

In Sachen Wegmarkierungen haben sich die Organisatoren etwas originelles einfallen lassen. Übliche Wanderweg-Markierungen wären hier im Weinberg vielleicht ein wenig ungewöhnlich und es wurde beschlossen, Besucher über ein horizontales Leitsystem den Weg zu weisen. Die vertikalen „Landmarken“ sind schon von Weitem aus gut zu erkennen. Dank der installierten Solar-Paneele wird tagsüber Strom „gesammelt“ und zum Abend hin erstrahlen die Landmarken zeitweise und weisen die Laufrichtung.

Eher klassisch kommen dann die entlang des Weges am Boden angebrachten Metall-Wegweiser daher. Sie zeigen die nächsten Wegpunkte mitsamt Entfernung an.

Es ist auch durchaus möglich, von der als Rundstrecke konzipierten Route ein wenig abzuweichen, um z.B. eine Abkürzung zur Panorama-Terrasse vorzunehmen. Schon an den ersten Rebstöcken fallen die ersten QR-Codes ins Auge.

3.3 Informieren am Weinweg Fellbach: per QR-Code

Auf dem gesamten Weinweg laden zahlreiche QR-Codes dazu ein, das Handy zu zücken. Mit einem QR-Code-Scanner können zahlreiche Informationen abgerufen werden. Informationen zu den angebauten Weinsorten und zum Thema Biodiversität in Weinbergen werden auf diese Art und Weise zum Nachlesen auf dem Handy abrufbar.

Auf diese Art und Weise durften wir auch endlich erfahren, was es mit dem „Beinlosen Schneckenschreck“ so auf sich hat (Wer es nicht weiß: Einfach los wandern und scannen!). Natürlich werden auch auf klassischen Informationstafeln die wichtigsten Fakten präsentiert, ohne dass ein Handy gezückt werden muss.

Wer jedoch gar keine Lust zum Lesen hat, der darf sich glücklich schätzen. Beim Weinwandern auf dem Weinweg Fellbach gibt es sogar zwei Hörstationen!

3.4 Wegstationen auf dem Fellbacher Weinweg

Wegstationen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten: Davon gibt es so einige auf dem Weinweg Fellbach. Hier könnt ihr an zwei Hörstationen lauschen: Fellbacher Winzer berichten über den Weinanbau auf und rund um den Kappelberg. An beiden Stationen können mehrere Knöpfe mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten gedrückt werden.

Informationen gibt es wirklich zahlreich auf dem Wanderweg. Verschiedene, aus Metall gefertigte Lesezeichen geben Informationen zur Artenvielfalt am Kappelberg. An der Station Weinjahr wird dargestellt, welche Arbeiten im Laufe der 12 Monate erledigt werden dürfen. Und an einer Wegstation können per QR-Code Informationen zu Dutzenden der angebauten Rebsorten abgerufen werden.

3.5 Panorama-Aussichten vom Kappelberg

Kein Berg ohne schöne Aussicht: Natürlich dürfen auch auf dem Kappelberg die Weitsichten genossen werden. Besonders lohnenswert ist ein Zwischenstopp an der Panorama-Terrasse. Wer sich vorher an der Neuen Kelter mit einer Flasche Wein von einem der Fellbacher Weingüter versorgt hat, der darf hier Platz nehmen und dem Sonnenuntergang bei einem Gläschen Wein zuschauen.

Unter den fest installierten Schirmen dürft ihr eine Vesperpause einlegen und den Blick über Fellbach und Stuttgart schweifen lassen. Oder wie wäre es einige Meter entfernt mit einem echten „Champions League“-Ausblick auf das Cannstatter Fußballstadion? Die Grabkapelle auf dem benachbarten Weg, dem Rotenberg, ist in ca. 2 km Entfernung erreichbar.

Und wer nach gut der Hälfte der Strecke vom Weinweg Fellbach Lust auf eine Verlängerung des Weges hat, der folgt einfach der Route vom Remstalweg in Richtung Kernenturm durch den Schurwald.

4. Remstalweg: Dürfen es einige Kilometer mehr sein?

Die Weinberg-Terrasse vom Weinweg Fellbach liegt direkt auf der Route der ersten Etappe vom beliebten Mehrtageswanderweg Remstalweg. Der Remstalweg führt auf 11 Etappen und 215 km Wegstrecke durch das Tal der Rems. Er startet hier in Fellbach und endet in Remseck am Neckar.

Ein besonderes Highlight des gesamten Weges ist sicherlich der Kernenturm im Schurwald. Von der Panorama-Terrasse aus wandert ihr ca. 3 km bis zum Turm erst auf dem Kappelberg, dann durch den schattigen Schurwald. Der fast schon etwas märchenhaft anmutende Kernenturm wurde im Jahr 1896 vom Schwäbischen Albverein errichtet und begeistert heute noch durch seinen 360 Grad-Panoramablick.

Die Aussichten sind grandios. Blicke werfen können wir u.a. auf Fellbach, die Schwäbische Alb mit der Burg Teck und der Burg Hohenneuffen, Flugzeuge im Landeanflug auf den Stuttgarter Flughafen beobachtet werden, natürlich ist auch der Fernsehturm in Stuttgarter Ortsteil Degerloch bestens zu erkennen. Der Kernenturm steht auf 512,7 m Höhe und kommt selbst auf 27 Metern Höhe. Der Turm ist ganzjährig geöffnet und der Aufstieg kostet keinen Eintritt.

Am Fuße des Kernenturms bietet ein Kiosk einfache Speisen und Getränke an. Dafür ist es heute leider schon zu spät. Wir nehmen eine der zahlreichen Sitzgelegenheiten wahr und gönnen uns einen Schluck aus der Wasserflasche. Dabei sind wir nicht alleine: Den Kappelberg nutzen viele Sportbegeisterte auch das Radstrecke oder gehen hier Joggen. Wir kehren an dieser Stelle wieder um und wandern zurück in Richtung Kappelberg. Aussichtsreich geht es über den Remstalweg nun wieder nach Fellbach denn wir haben festgestellt: Wir haben Hunger bekommen. Und was bietet sich das besser an als eine Einkehr bei einem heimischen Winzer in seiner Besenwirtschaft?

5. Weinwandern am Kappelberg: Einkehr in Besenwirtschaft

„Besenwirtschaften“: Einheimischen ist der Begriff geläufig. Auswärtige werden sich vermutlich fragen „Was ist denn eine Besenwirtschaft“? Bei Besenwirtschaften handelt es sich um den zeitlich beschränkten Ausschank eines vom Winzer betriebenen Weinguts. Ist dieses Weingut geöffnet, so wurde ursprünglich ein Besen am Weingut ausgehangen: Als Erkennungszeichen dafür, dass der Winzer geöffnet hat. Auch heute wird dies noch häufig traditionell auf diese klassische Art und Weise praktiziert.

Das Weingut Rienth ist in diesem Sinne kein Besen mehr. Ganzjährig darf hier im „Gutsausschank“ eingekehrt werden. Bei schwäbischen Klassikern darf hier diniert und natürlich die weinguteigenen Weine verköstigt werden. Im Sommer lädt ein großer Biergarten dazu ein. Das Weingut Rienth organisiert zudem auch regelmäßig Musikveranstaltungen vor Ort und wer etwas über den Anbau der Weine lernen möchte, der kann dies u.a. über die Teilnahme an einer Planwagenfahrt durch die Weinberge vom Weingut Rienth.

Vom Ausgangspunkt bzw. Ziel des Fellbacher Weinwegs, der Neuen Kelter, sind es ca. 15 Minuten Fußweg zum Weingut.

Weinwandern in Fellbach: Mehr Informationen

Weitere Informationen zum Wandern in Fellbach findet ihr auf der umfangreichen Homepage der Stadt Fellbach.


* Dieser Beitrag wurde im Rahmen einer bezahlten Kooperation mit der Stadt Fellbach, Abteilung Marketing & Tourismus, erstellt. Unsere geschilderten Erfahrungen entsprechen voll und ganz unserer Meinung.


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