ZweiTälerSteig: Mehrtageswanderweg um das Elztal und Simonswälder Tal im Schwarzwald

Im ZweiTälerLand wandern: 5 Tage auf dem Fernwanderweg ZweiTälerSteig um das Elztal und Simonswälder Tal im Schwarzwald!

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Fernwandern im Südschwarzwald: Dazu bietet sich der ZweiTälerSteig als Rundwanderweg um Elztal und Simonswälder Tal hervorragend an. 5 anspruchsvolle Tagesetappen, 4.100 Höhenmeter und 106 km Wegstrecke: Dieser anspruchsvolle Mehrtageswanderweg, der größtenteils durch den  Südschwarzwald verläuft, ist für manch einen eine echte Herausforderung. Abwechslungsreich führt die Route durch Schluchten, über Hochplateaus und auf schmalen Waldpfaden zu kleinen Ortschaften entlang von Elztal und Simonswälder Tal.

Der ZweiTälerSteig steckt voller Abwechslung und Überraschungen: Unten im Tal noch Sonnenschein, oben auf dem Berg eine dichte Wolkendecke.

Steile Auf- und Abstiege, teilweise ausgesetzte Pfade, aussichtsreiche Berggipfel, lohnenswerte Höhepunkte wie die Zweribacher Wasserfälle, die Wallfahrtskirche auf dem Hörnleberg, der Kandel als höchster Berg des Mittleren Schwarzwaldes, die wildromantische Teichschlucht, zahlreiche Bergkreuze und häufig der Blick auf die Alpengipfel: Wer auf dem ZweiTälerSteig wandern geht, der bekommt auf den anspruchsvollen 5 Etappen vieles geboten. 

Auf dem ZweiTälerSteig wandern:  Mehrtageswanderweg im Elztal und Simonswälder Tal

1. ZweiTälerSteig: Wo genau befindet sich der ZweiTälerSteig?
2. ZweiTälerSteig: Infos, Voraussetzungen, Tipps, Empfehlungen

2.1 Etappe 1: Waldkirch – Kandel

2.1.1 Start: Waldkirch 
2.1.2 Ruine Schwarzenburg
2.1.3 Thomashütte
2.1.4 Kandel: Berggipfel mit Pyramide

2.2 Etappe 2: Kandel – Simonswald

2.2.1 Start: Kandel
2.2.2 Plattenhof
2.2.3 Zweribach-Wasserfälle
2.2.4 Teichschlucht
2.2.5 Hintereckhütte
2.2.6 Simonswälder Tal: Wilde Gutach

2.3 Etappe 3: Simonswald – Oberprechtal

2.3.1 Hörnleberg: Wallfahrtskirche
2.3.2 Braunhörnle
2.3.3 Rohrhardsberg
2.3.4 Gschasikopf/-felsen
2.3.5 Kapfhütte

2.4 Etappe 4: Oberprechtal – Biederbach (Höhenhäuser)
2.5 Etappe 5: Biederbach (Höhenhäuser) – Waldkirch

3. GPS-Track


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1. Auf dem ZweiTälerSteig wandern: Anspruchsvoller Fernwanderweg im Südschwarzwald

Der ZweiTälerSteig im Südschwarzwald: Als Rundwanderweg konzipiert, startet und endet er in der „Orgelstadt“ Waldkirch im Breisgau. Der Wanderweg verläuft größtenteils durch die Region des Südschwarzwaldes, ein kürzeres Teilstück führt durch den Mittleren Schwarzwald. Der Gipfel des Kandels, einer der Höhepunkte des Mehrtageswanderwegs, gilt mit 1.241 Metern Höhe als höchster Berg des Mittleren Schwarzwaldes und ist ebenso der höchstgelegene Punkt des gesamten Steigs. Im Jahr 2019 belegte der ZweiTälerSteig bei der Wahl zu „Deutschlands schönstem Wanderweg“ den ersten Platz!

Zwischen dem Elztal und Simonswälder Tal erwandern wir auf dem Mehrtageswanderweg ZweiTälerSteig zahlreiche tolle Highlights, z.B. den Hörnleberg mit seiner Wallfahrtskirche.
Die Kandelpyramide steht auf dem Gipfel des Kandels, dem höchsten Berg des Mittleren Schwarzwaldes und Ziel der ersten Etappe des ZweiTälerSteigs.

Der ZweiTälerSteig ist in 5 Etappen aufgeteilt, kommt auf eine Länge von gut 106 km und es werden sportliche 4.100 Höhenmeter auf- und wieder abgestiegen. Für die Wortkreation „ZweiTälerSteig“ zeichnen sich das Elztal und Simonswälder Tal aus. Durch und über diese Täler verläuft die Route des Fernwanderwegs, die wir euch nun im ausführlichen Erfahrungsbericht detaillierter vorstellen. Vorab geben wir noch einige wichtige Informationen.

2. Auf dem ZweiTälerSteig wandern: Voraussetzungen für das Wandern auf dem Mehrtageswanderweg

Wer auf dem ZweiTälerSteig wandern möchte, sollte eine gewisse Grundkondition mitbringen. Steile Auf- und Abstiege prägen den Mehrtageswanderweg. Häufiger gibt es ausgesetzte Stellen, an denen Schwindelfreiheit vorteilhaft ist. Auf den zeitweise steilen Abstiegen ist der Einsatz von Wanderstöcken gelenkschonend und sinnvoll. Teilweise hat der Weg auch Stellen mit alpinem Charakter. Der Einsatz von Wanderstöcken ist ebenso empfehlenswert wie das Einpacken von genügend Tagesproviant und Getränken: Die Tagesetappen sind bis zu 26 km lang und erreichen reine Gehzeiten von bis zu 8,5 Stunden. Nicht immer gibt es Einkehrmöglichkeiten, (Getränke-)Brunnen oder Verpflegungsmöglichkeiten.

Wanderer auf dem ZweiTälerSteig.
Aussicht von der Thomashütte nach fast 1.000 Höhenmetern Aufstieg.

Jahreszeitlich wird der Zeitraum April bis Oktober zum Bewandern empfohlen. Im Winter können einzelne Passagen des Weges unpassierbar, da vereist sein! Auf den Etappen 1 und 3 wandert ihr über 1.000 Höhenmeter bergauf: Nicht ungewöhnlich ist es, dass es auf dem Berg nebelig zugeht, während im Tal die Sonne scheint. Oder natürlich auch anders herum. Der Weg ist durchgehend sehr gut ausgeschildert. Zur Sicherheit ist das Abspeichern des Tracks auf dem Handy oder Mitnehmen einer klassischen Wanderkarte als „Back-up“ vorteilhaft.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten

Praktisch: Alle Etappenziele verfügen über einen ÖPNV-Anschluss. Bedenken solltet ihr jedoch, dass die Busse jahreszeitlich- und wochentagbedingt unterschiedlich häufig fahren. Das gleiche gilt auch für die Einkehrmöglichkeiten entlang des Weges: Viele Gasthöfe und Hütten haben an Wochenenden und Feiertagen geöffnet, nicht jedoch innerhalb der Woche oder außerhalb der Saison.

Einkehrmöglichkeiten und Unterkünfte gibt es direkt in den einzelnen Etappenorten genügend. Auch hier gilt es natürlich wieder, vorab die Öffnungszeiten und Verfügbarkeiten zu checken. Und was ihr auf den einzelnen Etappen so erlebt, das zeigen wir euch nun.

Alle 5 Etappen vom ZweiTälerSteig

Der Reihe nach stellen wir nun die einzelnen Etappen ausführlich vor.

2.1 ZweiTälerSteig Etappe 1: Von Waldkirch auf den Kandel

Los geht`s: Und zwar steil bergauf. Von Waldkirch aus führt die erste Etappe vom ZweiTälerSteig fast 1.000 Höhenmeter hinauf zum höchsten Berg des Mittleren Schwarzwaldes, dem Kandel. Etwas weniger als 4 Stunden Gehzeit sollten für die etwas mehr als 9 km Strecke eingeplant werden.

2.1.1 Start: Waldkirch

Waldkirch ist Start und Ziel vom Mehrtageswanderweg. Die Stadt liegt im Herzen des Elztals und ist bekannt für ihre historische Altstadt. Zahlreiche Cafés und Restaurants laden zum Verweilen ein. Oberhalb der Stadt thront die Burgruine Kastelburg, die nach gut 105 Kilometer Wanderstrecke erreicht wird.

Recht schnell verlassen wir die Innenstadt und über schattenreiche Waldwege führt die Route über den Sinnesweg und Baumkronenweg in Richtung Ruine Schwarzenburg. Gut 350 Höhenmeter haben wir schon erstiegen, als wir die Schwarzenburg-Schutzhütte erreichen.

2.1.2 Abstecher zur Ruine Schwarzenburg

Gut 5 Minuten Fußweg sind es abseits der Route vom ZweiTälerSteig hinauf zur Ruine Schwarzenburg. Ein Abstecher, der sich lohnt. Von der mittelalterlichen Höhenburg bekommen wir mit der tollen Aussicht einen Vorgeschmack darauf, was uns in den nächsten Tagen noch erwarten wird. Der Bau der Burg geht zurück ins 12. Jahrhundert. Bereits im 16. Jahrhundert war sie schon verfallen und fristet seitdem ihr Dasein als Aussichtspunkt auf das Tal der Elz.

Zurück auf der eigentlichen Route geht es Schritt für Schritt voran. Und das vor allem eines: bergauf. Es ist Herbst und der Weg ist gesäumt von Laub, Bucheckern und Kastanien. Nach ca. 3,5 km erreichen wir den nächsten Wegpunkt mit schöner Aussicht, die Thomashütte.

2.1.3 Aussicht oder keine Aussicht: Thomashütte auf 1.070 Metern Höhe

Mittlerweile haben wir die 1.000 Höhenmeter-Marke geknackt und befinden uns beim Erreichen der Thomashütte schon auf 1.070 Metern Höhe. Die Thomashütte ist eine hölzerne Schutzhütte in aussichtsreicher Lage. Felsenreich geht es rund um die Hütte zu und auch die Hütte selbst steht auf einem über 50 Meter hohen überhängenden Felsen. Beim Erreichen der Hütte herrscht vor allem eines: Nebel. Inversionswetterlage! Beim Aufstieg im Wald war davon gar nichts zu bemerken, nun aber legen wir einige Minuten Pause ein und lassen die Wolken- und Nebeldecke an uns vorbei ziehen.

Eine ganze Weile dauert es, bis die Nebeldecke zumindest kurzweilig einen Blick auf das Glottertal frei gibt. Während des Verweilens lernen wir weitere Wanderer kennen, denen wir in den nächsten Tagen immer wieder mal über den Weg laufen werden. Typisch Mehrtageswandern: Mit den im ersten Moment unbekannten Menschen kommt man im Laufe der Tage immer wieder in ein kurzes Gespräch und kann sich über die Erlebnisse, Begebenheiten und Besonderheiten der Route austauschen. Es sind nun nur noch etwas weniger als 200 Höhenmeter Aufstieg bis zum Kandel-Gipfel, den wir dann im neuerlich dichten Nebel erreichen.

2.1.4 Gipfelstürmer: Tagesziel Kandel-Gipfel erreicht

Ja wo ist er nun, der Gipfel? Beim Erreichen des Gipfels ist er noch kaum zu sehen. Geschweige denn ist von einer schönen Aussicht die Rede. Nach und nach lockert der Himmel jedoch auf. Der Kandel ist der Hausberg von Waldkirch und ein beliebtes Ausflugsziel. Einfach erreichbar auch mit dem Bus. Sehr beliebt ist der Kandel bei Gleitschirmfliegern, von denen sich einige den Berg hinab stürzen.

Ganz tief im Tal können wir unseren Ausgangsort Waldkirch ebenso erspähen wie die größte Stadt des Breisgaus, Freiburg. Die Enz schlängelt sich durch die Landschaft. Und spätestens zum Sonnenuntergang sind die Aussichten vom 1.241 Meter hohen Gipfel grandios.

Mit einem spektakulären Sonnenuntergang verabschiedet sich der Tag und nach dem schweißtreibenden Aufstieg können wir in der Nacht tief und fest schlafen. Denn auf dem Kandel könnt ihr z.B. in der Bergwelt Kandel nächtigen. Es gibt auch eine Buslinie, die euch wieder vom Berg hinunter fährt.

2.2 Vom Kandel nach Simonswald wandern: Tag 2 auf dem ZweiTälerSteig

Die knapp 600 Höhenmeter Aufstieg sind zwar einige weniger als am Tag zuvor. Vor allem über zwei größere Abstiege jedoch geht es heute insgesamt über 1.400 Höhenmeter bergab. Auf der Etappe 2 wandern wir in fast 8 Stunden Gehzeit insgesamt knapp 26 Kilometer bis nach Simonswald.

2.2.1 Start Etappe 2: Kandel-Gipfel

Früh am Morgen starten wir auf der zweiten Etappe des ZweiTälerSteigs. Denn die heutige Etappe hat es in sich, gleich zwei längere Abstiege stehen bevor und 8 Stunden Gehzeit sollten als Minimum eingeplant werden. Auch heute erwartet uns zumindest am frühen Morgen noch eine Nebeldecke unterhalb des Kandel-Gipfels, doch die ist nur von kurzer Dauer.

Die heutige Etappe ist sehr abwechslungsreich. Eben noch auf breiten Waldwegen, dann über Hochplateaus und dann wieder schmale Waldpfadeverc: Alles ist dabei. Nach ca. 7 km geht es aussichtsreich zwischen grünen Wiesen und einigen weidenden Rindern zum Plattenhof.

2.2.2 Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit Plattenhof

Der Plattenhof liegt nun vor uns. Es handelt sich dabei um einen familiengeführten Bauernhof mit Gaststätte und Ferienwohnung. Es ist kurz vor 11 Uhr und tatsächlich öffnet die Gaststätte auch gerade. Für eine Einkehr ist es uns jedoch noch zu früh und wir folgen den Wegmarkierungen des ZweiTälerSteigs bergab. Wer auf der Suche nach Schwarzwaldidylle ist, der wird hier fündig.

Auf dem Weg in Richtung Zweribach-Wasserfälle macht die Route am Langeck auf 924 Metern Höhe einen Schlenker nach rechts. Und schon befinden wir uns auch wieder inmitten eines längeren Waldabschnittes, der schnurstracks zu den verwunschen gelegenen Wasserfällen führt.

2.2.3 Highlight ZweiTälerSteig: Zweribach-Wasserfälle

Das Rauschen der Zweribach-Wasserfälle ist schon von Weitem zu hören. Fast schon märchenhaft liegen sie in einem Bannwald und stürzen sich in zwei Fallstufen auf 40 Meter Länge hinab. Da sie so entlegen inmitten des Waldes liegen, haben wir Glück: Wir haben den Wasserfall in alle Ruhe für uns allein.

Was für ein berauschendes Spektakel! Für einige Minuten legen wir eine kleine Rast ein und schauen den Wassermassen zu. Über eine Treppe und einen teilweise seilgesicherten Weg geht es dann weiter bergab. Nach einer Weile erreichen wir den ehemaligen Brunehof. Wo einst ein Hof stand, da wartet nur eine Getränkestation mit Rastplatz und Schutzhütte auf uns.

Einige Limonaden und alkoholfreies Bier warten hier auf Abnehmer. Nach einigen weiteren Metern Abstieg wird der Bruggerhof mit einem Brunnen, aus welchem frisches Quellwasser fließt, erreicht. An der Pfaffmühle wird der vorerst tiefstgelegenste Ort des heutigen Tages erreicht. Doch der Schein einer entspannten Fortsetzung der Tour trügt. Der erste und einzige größere Aufstieg des Tages steht nun bevor.

2.2.4 Aufstieg in der wildromantischen Teichschlucht

Eine Straße wird überquert und wir erreichen die uns bis dato unbekannte Teichschlucht. Je tiefer es in die Schlucht geht, umso verwunschener wird sie. In Kaskaden fließt hier das Wasser des Teichbachs hinab. Unzählige bemooste Felsen, große Farne und das idyllische Plätschern des Baches sorgen für eine ganz besondere Atmosphäre.

Am Ende der Schlucht, die zunehmend von Felsen gesäumt wird, führt die Route steil bergauf in Richtung eines Geröllfeldes. An dieser Stelle kommt schon fast der Eindruck auf, dass wir uns in alpinen Gefilden bewegen.

Gut, dass wir unsere Wanderstöcke dabei haben! Fast 500 Meter Aufstieg vom Beginn der Schlucht legen wir nun zurück und nach knapp 400 Höhenmetern Aufstieg an der Hintereckhütte darf eine weitere Verschnaufpause eingelegt werden.

2.2.5 Hintereckhütte: Genial gelegene Hütte mit Aussicht

Mittlerweile sind wir seit gut 5 Stunden unterwegs, haben ca. 15 km zurückgelegt und haben noch weitere 10 km Wegstrecke vor uns. Zum Zeitpunkt unserer Anwesenheit (Oktober 2026) war die Hintereckhütte auf 959 Metern Höhe zwar leider nicht bewirtschaftet. Gekühlte Getränke können jedoch durch das Bezahlen in die Vertrauenskasse erworben werden. Auch ein Brunnen versorgt Durstige mit frischem Wasser.

Nach einer längeren Pause werden dann die für heute letzten Höhenmeter in Richtung Spitzer Stein erstiegen. Von 990 Meter Höhe geht es dann bis zum Tagesziel Simonswald 600 Höhenmeter bergab. Und mit dem Spitzen Stein wartet nun der vielleicht steilste Abstieg des ganzen Weges auf uns.

Beim Vorab-Recherchieren über den ZweiTälerSteig erfuhren wir, dass für diesen Abstieg das Einsetzen von Wanderstöcken vorteilhaft ist. Und das können wir nur bestätigen. Der steile Abstieg ist von Steinen und Felsen gesäumt. Es gilt, langsam und bedacht einen Schritt nach den anderen bergab zu wandern. In Serpentinen führt der ZweiTälerSteig hinab und nach ca. 200 Höhenmeter Abstieg geht es zwar weiterhin steil, aber auf breiten Wegen hinab in das Simonswälder Tal.

2.2.6 Entspannt durch das Simonswälder Tal wandern

Der Abstieg endet am Gasthaus Engel mitsamt Bushaltestelle. Von hier aus sind es noch gut 7 km bis zum Tagesziel Simonswald. Wer sich im Laufe der Etappe verausgabt, zu wenig Wasser oder Proviant mitgenommen hat oder die Etappe einfach abkürzen möchte, der kann am Gasthaus Engel in den nächsten Bus einsteigen (fährt i.d.R. stündlich).

Entspannt wandern wir entlang der Wilden Gutach durch das Simonswälder Tal. Dabei kommen wir u.a. am Gasthaus zur Erle, Gasthaus Rebstock, Cafè Restaurant Huber, Getreidemühle, Ölmühle sowie Kronenmühle vorbei. In Simonswald endet dann die heutige, durchaus anspruchsvolle Etappe.

2.3 ZweiTälerSteig Etappe 3: Von Simonswald nach Oberprechtal wandern

Auch die dritte Etappe vom ZweiTälerSteig ist knackig: In 8,5 Stunden werden fast 26 km erwandert. Wir erklimmen über 1.000 Höhenmeter, die am Ende der Wanderung auch wieder bergab gestiegen werden. Und das teilweise auf sehr steilem Terrain. Zeitweise muten Teilabschnitte alpin an. Es liegen gleich drei Bergkreuze, mehrere Berghütten und endlich auch einmal ein freier Blick auf die Alpen auf der Route.

2.3.1 ZweiTälerSteig Etappe 3: Hörnleberg mit Wallfahrtskirche

Steil bergauf wandern: Das kennen wir ja mittlerweile bereits vom ZweiTälerSteig. Und deswegen starten wir die heutige, lange Etappe in Simonswald auch gleich mal wieder mit reichlich Höhenmetern.  Gut 550 Höhenmeter geht es über mal verwurzelte, mal felsenreiche und mal breit gebaute Waldwege hinauf auf den Hörnleberg.

Entlang des Aufstiegs kommen wir an zahlreichen Bildstöcken vorbei. Es handelt sich um einen Kreuzweg, der auf dem Hörnleberg an der Wallfahrtskirche „Unserer Lieben Frau vom Hörnleberg“ endet. Und was für tolle Aussichten erwarten uns nach dem schweißtreibenden Aufstieg!

Wir befinden uns mittlerweile schon wieder auf 906 Meter Höhe und was es hier alles zu sehen gibt! Vor uns liegt das Elztal, u.a. mit den Städten Winden und Elzach. Dahinter, auf der nächsten Anhöhe, waren wir bereits im Jahr zuvor: Ein Teilabschnitt vom Großen Hansjakobweg führt dort zeitweises auf der gleichen Route wie der noch folgende Etappenabschnitt des ZweiTälerSteigs entlang (Erfahrungsbericht Großer Hansjakobweg). Auch auf die Hornisgrinde, den höchsten Berg des Nordschwarzwaldes, können wir jetzt und im weiteren Routenverlauf schauen.

Es ist kurz vor 11 Uhr und es herrschen noch diesige Wetterverhältnisse. Dennoch ist die Bergsilhouette der französischen Vogesen zu erkennen. Die Wallfahrtskirche ist zu vorgegebenen Zeiten geöffnet und heute zum Zeitpunkt unserer Anwesenheit eigentlich geschlossen. Doch wir haben Glück: Sie wird gerade gereinigt und wir können einen Blick hinein werfen. An Wochenenden in den Sommermonaten sowie an Feiertagen ist zudem ein kleiner Kiosk auf dem Hörnleberg geöffnet. Einen Brunnen hingegen gibt es hier oben nicht. Nach einer Weile des Ausruhens machen wir uns wieder auf den Weg.

2.3.2 Bergkreuz Nr. 2 auf dem Braunhörnle

Nachdem kurzzeitig der Eindruck aufkam, dass die heutigen Höhenmeter nun hinter uns liegen, werden wir gleich einmal eines Besseren belehrt. In einem stetigen Auf und Ab geht es über schmale Waldpfade und einen Kammweg an einigen schönen Aussichtspunkten vorbei. Am Wegpunkt Tafelbühl starten häufig Gleitschirmflieger. Und wir haben heute Glück: Endlich können wir einen Blick auf die Gipfelkette der Alpen werfen!

Dieser Ausblick blieb uns die letzten zwei Tage, wetterbedingt, verwehrt. Weiter wandern wir auf der dritten Etappe vom ZweiTälerSteig zum nächsten Bergkreuz auf dem Braunhörnle. Hier wartet ein Rastplatz mit Bänken sowie ein Gipfelbuch auf uns. Da leisten wir doch gleich einmal einen Eintrag!

Nach einer weiteren kleinen Pause (Wichtig auf dieser Etappe: Genügend Getränke und Proviant einpacken!) wird ein Blick in die Handy-App geworfen und festgestellt: Wir sind zwar bereits fast 4 Stunden unterwegs, haben aber gerade einmal 10 km Strecke hinter uns gelassen. Das wird heute eine fordernde Etappe werden! Mittlerweile befinden wir uns auf über 1.100 Metern Höhe und erreichen mit dem Rohrhardsberg den nächsten Wegpunkt mit überraschender Einkehrmöglichkeit!

2.3.3 Rohrhardsberg: Hochplateau mit Berggasthof Schwedenschanze

Vor uns öffnet sich nun ein weites, flaches Hochplateau. Wir haben den Rohrhardsberg erreicht. Und werden gleich überrascht: Ein Berggasthaus mit riesigem Biergarten tut sich vor uns auf. Leider geschlossen; nur an Wochenenden geöffnet, erfahren wir sofort. Dafür jedoch hält ein Getränkekühlschrank einige gekühlte Getränke für Ausflügler bereit. Und davon haben auch einige Ausflügler Gebrauch gemacht und genießen die Aussichten von den Bierbänken.

Da so ein Kühlschrank auch schon einmal leer sein kann oder nicht bestückt wurde, sind wir ganz froh, noch ein alkoholfreies Bier erwischt zu haben. Der Rohrhardsberg war früher ein beliebtes Skigebiet und auch heute werden hier die Skier ausgepackt: wenn denn einmal Schnee fällt. Wir setzen unsere Wanderung in Richtung Gschasifelsen bzw. Gschasikopf fort.

2.3.4 ZweiTälerSteig Etappe 3: Aussichtspunkt Gschasikopf-/felsen

Weiter, immer weiter. Heute wird „Strecke gemacht“.  Es geht vorbei an der Wolfsgrubenhütte und der nächste Wegpunkt wartet schon auf uns. Am Gschasikopf wartet die nächste Schutzhütte mit fantastischer Aussicht auf die Wanderer vom ZweiTälerSteig. Der Blick fällt abermals über das Elztal auf die gegenüberliegenden Schwarzwaldhöhen. Und tatsächlich können wir auch auf dem Hörnleberg die vor einigen Stunden besuchte Wallfahrtskapelle entdecken.

Auch die Silhouette der Vogesen ist in der Ferne wieder bestens zu erkennen. Eines muss gesagt werden: Der ZweiTälerSteig bietet reihenweise tolle Aussichten und tolle Aussichtspunkte. Wir wandern weiter, teilweise steil, bergab und lassen die Langmattenhütte hinter uns zurück. Ein letztes Highlight dieser ZweiTälerSteig-Etappe wartet noch auf uns: die Kapfhütte.

2.3.5 Kapfhütte mit Bergkreuz Nr. 3 auf Etappe 3

Auf dem Hörnleberg, am Braunhörnle und jetzt an der Kapfhütte am „Dorfer Kapf“: Gleich 3 Bergkreuze lagen heute auf der Route. Die Kapfhütte ist abermals eine Schutzhütte, die in den Sommermonaten an Wochenenden auch bewirtschaftet wird. Es gibt eine Grillstelle und auch einen Brunnen sowie Himmelsliege mit Rastbank. Und natürlich wieder und für heute das letzte Mal, eine fantastische Aussicht über das Tal der Elz.

Auch das Kinzigtal ist zu sehen, welches sich zur Rheinebene hin öffnet und dort endet. Ein toller Ausblick und fast auch schon Schluss der heutigen Etappe. Wäre da nicht noch der steile, gut 400 Höhenmeter lange Abstieg nach Oberprechtal. Doch dieser ist dank des Einsatzes der Wanderstöcke schnell und gut gemeistert. Und in Oberprechtal endet dann für uns die Wanderung auf dem ZweiTälerSteig. Denn aus Zeitgründen konnten wir lediglich 3 der insgesamt 5 Etappen erwandern. Und die waren absolut lohnenswert! Fest vorgenommen haben wir uns, das Wandern der noch ausstehenden Etappen 4 sowie 5 nachzuholen. Versprochen!

2.4 ZweiTälerSteig Etappe 4: Oberprechtal – Biederbach (Höhenhäuser)

Die vierte Etappe vom ZweiTälerSteig kommt vergleichsweise moderat daher. Die knapp 24 km lange Strecke von Oberprechtal nach Höhenhäuser kann in ca. 6,5 Stunden erwandert werden. Dabei ersteigt ihr in etwa 650 Höhenmeter.

2.5 ZweiTälerSteig Etappe 5: Biederbach (Höhenhäuser) – Waldkirch

Die fünfte und letzte Etappe vom ZweiTälerSteig dürfte die vermutlich am einfachsten zu wandernde sein. Sie startet in Höhenhäuser und endet dort, wo der ZweiTälerSteig 5 Tage zuvor begann, in Waldkirch. Die 23 km lange Etappe kann in etwas mehr als 6 Stunden Gehzeit erwandert werden. Es geht lediglich gut 280 Höhenmeter bergauf, dafür knapp 700 Höhenmeter bergab.

3. Mehrtageswanderweg ZweiTälerSteig: GPS-Track zum Nachwandern


* Dieser Beitrag wurde im Rahmen einer bezahlten Kooperation mit der Elztal & Simonswälder Tourismus GmbH & Co. KG erstellt. Unsere geschilderten Erfahrungen entsprechen voll und ganz unserer persönlichen Meinung.


 

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