Mummelsee

Auf die Hornisgrinde ab Mummelsee wandern!

Ihr möchtet um den Mummelsee wandern gehen? Wunderschön im Schwarzwald gelegen lädt er nicht nur zu seiner Umrundung ein. Auch die Hornisgrinde ist ein begehrtes Wanderziel, ist sie doch der höchste Berg des Nordschwarzwaldes und lockt mit ihrem Hochmoor und grandiosen Aussichten auf den Schwarzwald!

Der umgedrehte Baum auf der Hornisgrinde ist ein beliebtes Fotomotiv.

Vorbei kommen wir auch an Deutschlands wohl ersten und einzigen „Staubfreien Wanderweg“. Was euch sonst noch alles erwartet, wenn ihr am Mummelsee wandern geht, erfahrt ihr nun in unserem ausführlichen jungwandern.de – Erfahrungsbericht.




Am Mummelsee wandern: Wo genau sind wir hier eigentlich?

Der Mummelsee ist ein im nördlichen Schwarzwald auf 1.028 m Höhe gelegener Bergsee. Bekannt ist er durch seine Lage an der wunderschönen Schwarzwaldhochstrasse und dem höchsten Punkt des Nordschwarzwaldes, der Hornisgrinde.

Inmitten von für den Schwarzwald so typischen Tannen gelegen: der Mummelsee!
Eine Erklärtafel bringt uns gleich mal den Mummelsee näher.

Wir starten unsere Tour am frühen Sonntag morgen am Parkplatz am Berghotel Mummelsee. Noch herrscht hier gähnende Leere. Einige Stunden später nach unserer Rundwanderung jedoch merken wir ziemlich schnell, warum der Mummelsee auch „Rummelsee“ genannt wird.

Ab dem Berghotel Mummelsee wandern wir auf die Hornisgrinde.

Die Mummelsee-Umrundung sparen wir uns heute für den Schluss unserer Wanderung auf. Zunächst einmal geht es ein paar Meter hinauf. Wir möchten zur Hornisgrinde wandern. Einem der bekanntesten Aussichtpunkte vom gesamten Schwarzwald.

Auf die Hornisgrinde wandern: Achtung bei der Wegmarkierung!

Dem Weg zur Bergspitze hinauf zu folgen, ist hier keine Kunst. Grundsätzlich mangelt es hier nicht an grösserer Auswahl verschieden langer Wanderwege. Wir möchten natürlich gleich erstmal hinauf auf den Berg.

Ist das nun der Mummelsee-Geist oder doch Neptun?

Oben angekommen werden wir später merken, daß man sich offenbar bei der Markierung der Wege nicht so ganz einig war. Aber dazu kommen wir später. Zunächst einmal geht es ein paar Höhenmeter hinauf, und wir können schon die ersten Aussichten genießen.

Durch die Tannen hindurch können wir Blicke auf den Schwarzwald werfen.
Vom Mummelsee wandern wir über die Hornisgrinde zum Ochsenstall.

Steil bergauf folgen wir den zahlreichen Wegmarkierungen, deren Ziel doch meistens erst einmal die Hornisgrinde ist. Der Weg ist gekennzeichnet durch seinen steinigen Untergrund. Angenehm für die Füsse ist das auf Dauer sicherlich nicht. Aber offenbar für viele Tagestouristen die angenehmste Art, der Berggipfel zu erreichen. Es wäre alternativ auch eine Fahrt hinauf mit dem öffentlichen Bus möglich.

Wir als Flachlandtiroler wandern den Weg hinauf zur Hornisgrinde am Mummelsee.
Schilderwald im Schwarzwald!

In aller Gemütlichkeit schlendern wir die Strecke den Berg hinauf, und lassen den ein oder anderen Biker passieren.

Ein grandioses Panorama auf den nördlichen Schwarzwald können wir beim Aufstieg geniessen.

Zur Hornisgrinde ab Mummelsee wandern: Gipfel erreicht!

Das erste was uns hier oben auffällt: die Ruhe. Es ist gerade mal 10 Uhr, und der Pulk der später eintreffenden Touristenmassen sitzt wohl noch beim Frühstück. Als erstes bekommen wir den Hornisgrindeturm zu Gesicht.

Der Hornisgrindeturm ist erreicht.

Der Hornisgrindeturm ist ein toller Aussichtspunkt, von welchem man bei gutem Wetter einen wahnsinnigen Weitblick über den Schwarzwald hat. Direkt gegenüber gelegen ist die nagelneue „Grinde-Hütte“. Sie dient als Einkehrmöglichkeit, um beim Aussicht-Genießen auf den Mummelsee nicht zu verdursten oder zu verhungern.

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Die Grinde-Hütte oberhalb vom Mummelsee hat am frühen Morgen noch geschlossen.

Noch bevor wir einen tollen Blick auf den Mummelsee werfen, weckt ein umgedrehter Baumstamm samt Wurzeln unsere Aufmerksamkeit. Trotz des eher bescheidenen Wetters heute haben wir in diesem Moment Glück, und mit dem blauen Himmel im Hintergrund knipsen wir gleich mal ein fantastisches Bild.

Der umgedrehte Baum auf der Hornisgrinde soll auf die Klimaerwärmung aufmerksam machen.

Offenbar soll dieser Baum auf die Klimaveränderungen weltweit aufmerksam machen, und wurde dem Schild nach im Jahr 2017 aufgestellt. Leider haben wir hier keine detaillierten Informationen finden können.

Was gehört auf meine Packliste für die nächste Wanderung? –> zur Packliste

Der Panoramablick auf den Mummelsee!

Wenn ihr um die Grinde-Hütte herum geht kommt ihr zu einem steilen Hang. Von hier oben aus habt ihr die schönste Sicht auf den See, wenn ihr am Mummelsee wandern geht.

Pflichtprogramm für jeden, der am Mummelsee wandern geht: der Blick von oben!
Da liegt er, mitten im Schwarzwald: der 19m tiefe Mummelsee!

Das grandiose Panorama lädt natürlich zum Verweilen ein. Wir versuchen ein  immer noch besseres Fotos als das vorherige zu schießen, was natürlich nicht klappt. Mit der Gewissheit, zum Schluß der Tour noch einmal um den Mummelsee wandern zu gehen, drehen wir um in Richtung Hornisgrinde.

Der Aussichtsturm Hornisgrinde kann natürlich auch bestiegen werden.

Aus purer Vorsicht werfen wir nochmal einen Blick auf eine Wandertafel. Und siehe da: Gott sei Dank. Der unten am Mummelsee als Wanderweg Nr. 2 gekennzeichnete Weg verläuft auf einmal ganz anders. Irgendwie wurden hier die Ziffern 2 und 5 vertauscht oder verwechselt.

Wir wandern auf dem Wanderweg „5“ Richtung Ochsenstall weiter.

Jedenfalls bleiben wir beim Ursprungsplan, über den Ochsenstall zum Kleinen Muhr bis nach Unterstmatt zu wandern. Denn dort ist eine kleine Gasthauseinkehr geplant.

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So ist die Aussicht von oben, wenn ihr zur Hornisgrinde wandern geht!

Zur Hornisgrinde am Mummelsee wandern!

Die Hornisgrinde ist ein langgezogener Bergrücken, welcher an der höchsten Erhebung mit 1.163 m Höhe den höchsten Punkt des Nordschwarzwaldes darstellt. Bekannt ist die „Grinde“ dafür, daß hier keine Bäume wachsen. Weitsicht ist hier also gegeben.

Der höchste Berg des Nordschwarzwaldes: die Hornisgrinde!

Sieht fast ein bißchen aus wie in der Lüneburger Heide, oder?

Gleich wandern wir ein Stück weit über die kahle Hornisgrinde Richtung Fernsehturm.

Von der Hornisgrinde wandern wir nun ein Stück weit in Richtung SWR Sendeturm. Auf halber Strecke lädt der Bismarckturm zu einer erneuten Besteigung mit Weitsicht ein. Warum jetzt hier oben auf der platten Fläche so ein kleiner Turm steht: Wissen wir auch nicht.

Der Bismarckturm ist ein weiterer Aussichtsturm auf der Hornisgrinde.

Übrigens: Wegweiser gibt es hier mehr als genug. Nun aber geht es weiter am SWR-Turm vorbei zum Ski- und Wanderheim Ochsenstall.

Über Ochsenstall und Kleines Muhr nach Unterstmatt!

Gemütlich geht es nun weiter.  Zu unserem Erstaunen wandern wir nun eine Weile auf einer Schneeschuh-Wanderstrecke, gut ausgezeichnet durch Wegweiser in pinker Farbe.

Nun folgen wir dem Verlauf eines als für Schneeschuhtouren ausgewiesenen Wanderweges.

Das Ski- und Wanderheim Ochsenstall dient als Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit; sowohl im Sommer als auch im Winter. Mittlerweile spielt das Wetter nicht mehr so richtig mit, daher wirkt das Heim wenig einkehrfreundlich. Wir wandern aber ohnehin weiter; eine Pause ist in Unterstmatt angedacht.

Im Ski- und Wanderheim Ochsenstall kann günstig übernachtet werden.

Durch Wald und Wiesen wandern wir nun an und für sich unspektakulär weiter. Wäre da nicht dieses kuriose Schild am Wegesrand, das für einige Unklarheiten sorgt. Was bitteschön ist denn ein „Staubfreier Wanderweg“?

„Staubfreier Wanderweg Unterstmatt“: Was genau soll das denn sein?

Wer die Lösung für diese Frage hat: Bitte zum Schluß in die Kommentarleiste dieses Wanderberichtes schreiben. Wir bedanken uns vorab für die Antworten!


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Seid ihr gut gerüstet für die nächste Wanderung? 

Hier erfahrt ihr es!

Seid vorbereitet auf Zeckenbisse, Insektenstiche, Sonnenbrand & Co: Was ihr bei der nächsten Wanderung unbedingt dabei haben solltet, erfahrt ihr in diesem Beitrag!

 Am Mummelsee wandern: Einkehr in Unterstmatt!

Wir wandern an einigen leeren Skipisten entlang nach Unterstmatt zum Gasthof „Zur großen Tanne“. In der gegenüberliegenden Bauernschänke finden im Winter feucht-fröhliche Apres-Ski-Parties statt.

„Rodeln verboten“ heißt es an den Skipisten von Unterstmatt.
Wo Skipisten, da auch Apres-Ski-Parties!

Wir gönnen uns heute im Lokal eine kleine Platte mit Original Schwarzwälder Schinken und Bio-Käse von örtlichen Bauern und Landwirten. Frisch gestärkt geht es dann auf den Rückweg.

Der Rückweg zum Mummelsee wandern wir parallel zur Schwarzwaldhochstrasse. Ein ziemlich unspektakulärer Weg, über den es auch nicht viel zu berichten gibt. Wir empfehlen euch für den Rückweg, einfach den Hinweg auch wieder zurück zu wandern.

Um den Mummelsee wandern: eine Bergsee-Umrundung!

Um den Mummelsee wandern ist keine längere Beschäftigung. Der Mummelsee hat einen Umfang von gerade einmal 800 Metern. Schön anzusehen und direkt am Berghotel gelegen ist eine „Flaschenskulptur“.

Natürlich erinnern wir uns sofort an den Ideengeber dieser Skulptur, Marcel Duchamps. Anfang des 20. Jahundertes startet er seine „readymade“ Skulpurenreihe, in welcher er Dinge des Alltags als Kunstwerke darstellte. Dazu gehört auch der 1914 entworfene „Flaschentrockner“, der heute weltberühmt ist.

Die umgedrehten Flaschen tragen allesamt den Schriftzug „Schwarzwald“. Zweifelsfrei ein tolles Kunstwerk und Hommage an die Arbeiten von Marcel Duchamps und auch ein beliebtes Fotomotiv für Touristen.

Erst im Jahr 2014 wurde der gesamte Rundweg neu angelegt. Seitdem können Touristen um den Mummelsee wandern, ohne daß sie über Baumwurzeln stolpern. Das war offenbar vorher den Touristen ein Dorn im Auge. Schade eigentlich, dass der Rundwanderweg nicht der Natur überlassen blieb.

Über einen Holzweg wandern wir einmal um den Mummelsee herum.

Das letzte kleine Highlight befindet sich direkt im Mummelsee. An dem Berghotel gegenüber liegenden Ende des Sees hat es sich eine Nixe bequem gemacht. So manch einer mag hier an die weltberühmte Kleine Meerjungfrau aus Kopenhagen denken. Mittlerweile gibt es also auch die „Mummelseenixe“, die sich als Top-Erinnerungsfoto wahrhaftig ein gutes Bild macht.

Sieht aus wie die Kleine Meerjungfrau in Kopenhagen. Diese Nixe jedoch befindet sich im Mummelsee im Schwarzwald.

Unser Fazit: Um den Mummelsee wandern bis zur Hornisgrinde hinauf!

Der Mummelsee ist einen Ausflug wert. Der Anblick von der Hornisgrinde aus ist wirklich toll. Vom höchsten Punkt des Nordschwarzwaldes aus lässt es sich sehr gut in alle Himmelsrichtungen wandern. Abraten möchte wir euch von einer Rundwanderung, bei welcher der Rückweg parallel zur Hochschwarzwaldstraße verläuft. Interessanter ist es in der Tat, von Unterstmatt auf gleichem Wege wieder zurück zum Mummelsee zu wandern.

Schwarzwald-Idylle pur: die Kuckucksuhr.

Eine tolle Halbtagestour, die ihr wirklich hervorragend und fantastisch mit einer weiteren Halbtagestour kombinieren könnt. Die Allerheiligen Wasserfälle und Klosterruine Allerheiligen sind in unmittelbarer Nähe und traumhaft schön! Klickt euch in unseren Wanderbericht hinein!

Die Allerheiligen Wasserfälle sind einen Abstecher vom Mummelsee wert! –> zum Wanderbericht

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